Der Luxus der Stille

In Gedanken oder auch ganz praktisch sind wir üblicherweise immer und überall. Bei den Weihnachtsgeschenken, die vielleicht nicht mehr pünktlich ankommen, beim Weltgeschehen, den neuesten technischen Geräten, der x-ten politischen Wasserstandsmeldung. Mir geht es auch oft so. Wenn ich nicht aufpasse, bin ich irgendwann komplett überdreht. Um so wichtiger, dann einfach mal die Welt ein Stück draußen zu lassen. Nicht für immer, nicht ständig oder dauerhaft. Mir ist es einfach nur ein Bedürfnis – gerade in dieser Zeit – den…

Dinge loswerden – es wird fast alles gebraucht und benutzt

Ich freue mich heute über einen Gastbeitrag von Birgit. Ich kenne Birgit vom Minimalimus-Stammtisch Ruhrgebiet. Immer wieder berichtete sie dort, wie sie für Dinge, die irgend jemand wegwerfen wollte, doch noch dankbare Abnehmer/-innen gefunden hat. Birgit gehört zu den Menschen, die nicht nur engagiert, sondern insbesondere auch sehr erfindungsreich darin ist, Dinge vor dem Müll zu retten und eine sinnvolle Weiterverwendung zu ermöglichen. Herzlichen Dank Birgit, dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst:   Nach Weihnachten ist vor Weihnachten…

Optimal

Denke ich über meinen Lebensstil nach, bemerke ich recht schnell, dass es mir letztlich weder um viele, noch um wenige Dinge geht. Eher um das optimale Maß an Dingen. Doch, was ist überhaupt optimal? Wenig suchen und aufräumen Wenn es irgendetwas gibt, worauf ich wirklich überhaupt keine Lust habe, dann ist es aufräumen und Dinge suchen. Vollgestopfte Schränke und Schubladen, die ich ständig durchsuchen und aufräumen muss, sind mir ein Greuel. Also so etwas wie: Schrank aufmachen, kramen und suchen,…

Espressokocher – Murks entsorgt sich von alleine

Wieder ein offensichtlicher Murks weniger Manches erledigt sich von selbst. Da ich immer wieder Probleme mit dem vorzeitigen Ende elektrischer Haushaltsgeräte hatte, ist es ja ohnehin mein Ziel, solche Geräte möglichst zu entsorgen. Ich muss nicht mal etwas dazu tun. Darum kümmern sich die Geräte von ganz alleine. Dieses Mal war es der Espressokocher. Man könnte meinen, die Konsumgesellschaft schafft sich selbst ab… Ich erinnere mich noch, dass ich bei der Entscheidung für dieses Gerät zwar gedacht hatte, dass es…

Einfach mal anders

„Wenn alles anders ist … dann machen wir das doch auch“ kommentierte Blogger Philipp vor einiger Zeit. Ich finde: Wie passend, nicht nur jetzt, sondern insgesamt. Loslassen befreit Statt kaufen am Black Friday, einfach mal was loslassen wäre so eine Möglichkeit. Das Loslassen von Dingen befreit nicht nur Räume, Schränke und Schubladen, sondern auch irgendwas im Kopf. Nicht mehr in den gewohnten Konsummustern zu stecken, scheint geradezu dazu einzuladen, einfach mal was anders zu machen. So kann es sein, dass…

Qualität statt Quantität

Schon seit längerem beschäftigt mich die Frage nach der Qualität der Dinge. Gerade elektrische Haushaltsgeräte habe ich deshalb in den letzten Jahren reduziert bzw. von vorne herein weggelassen. Ich möchte mich einfach nicht ständig mit dem ständigen Nachkauf von Dingen befassen, nur weil schon wieder irgendwas kaputt gegangen ist. Da habe ich lieber weniger, aber dafür bessere Dinge, also lieber Qualität, als Quantität. Qualität und Quantität von Bekleidung Ein weiterer, wichtiger Bereich ist die Bekleidung. Jetzt gehörte ich ja ohnehin…

Ob da nicht was fehlt…?

Wer weit über 50 Jahre alt ist, begegnet den Vorbehalten zum minimalistischen Lebensstil immer noch. Da bin ich mit meinen 59 Jahren keine Ausnahme. Ob da nicht was fehlt, ob man vielleicht doch total verarmt ist, vielleicht sogar ein bisschen „gaga“ im Kopf? Keine Wohnzimmerschrankwand, kein Fernsehgerät, kein Backofen, nur ein Minikleiderschrank (60x80x35cm), kein Bücherregal. Zu früheren Zeiten kam öfter mal ein besorgtes „was sollen denn da die Leute denken…“ gefolgt von der Überlegung, dass das doch alles nicht so…

Wohltuend unperfekt

Die perfekte, minimalistische Optik Ich schaue mir gerne Bilder oder Videos von top gestylten, minimalistischen Wohnungen an. Da kann ich richtig optischen Spaß dran haben, diesen Spaß genießen und denke dann: Wow, sieht schön aus. Beispiele gibts ja genug davon im Internet. Also schaue ich und genieße ich. Das war es dann aber auch. Ich brauche nicht das perfekte Design, nicht den perfekten Minimalismus. In den zurück liegenden Jahrzehnten bin ich selbst hier oder da mal in die Perfektionsfalle gelaufen….