Schluss mit Stress und Multitasking

Stressbelastetes Multitasking im Alltag

Wer kennt das nicht: Manchmal scheint alles zusammen zu kommen: Ich sitze im Büro und telefoniere gerade, während mich gleichzeitig neue Emails erreichen, mehrere ungelesene Chat-Nachrichten auf meinem Handy sind – dabei wollte ich doch eigentlich einen Bericht schreiben und längst Feierabend haben. Ständig in Aktion, endlose Dinge, die fertig abgearbeitet werden müssten. Eine typisches stressbelastetes Alltags-Multitasking. Ich kenne solche Situationen – irgendwann bin ich dann nur noch müde und genervt. Dabei ist längst klar, dass Multitasking, also das gleichzeitige Tun von mehreren Dingen, zeitlich sogar uneffektiv ist und dann wird auch noch auch das Burn-Out-Risiko erhöhen.

Raus aus der Stress- und Multitasking-Falle:

Nachfolgend ein Paar Ideen und Anregungen zum ruhigeren und damit letztlich zufriedeneren Leben und Arbeiten, z.B. im das Handy einfach mal auszuschalten:

  • das Diensthandy nach Feierabend
  • bei einer Besprechung
  • in der Mittagspause
  • während der Autofahrt
  • beim Schreiben eines Berichtes
  • beim Spielen mit den Kindern
  • Die meisten Handys haben auch einen Nicht-Stören-Modus bzw. einen Flugzeugmodus. Du kannst dann das Smartphone nutzen, wirst aber nicht durch Anrufe gestört.
  • Push-Benachrichtigungen deaktivieren, d.h., bekomme nur dann Nachrichten, wenn du diese abrufen und nicht ständig zwischendurch.

Aktuelle Nachrichten abrufen (Emails, Chat, SMS):

  • Nutze insbesondere beruflich möglichst bestimmte Zeiten am Tag, wann du Nachrichten abrufst und beantwortest. Vermeide ein ständiges „Stand-By“.
  • Wer oft erreichbar sein muss: Plane gezielte Zeiten im Tagesverlauf ein, wann du nicht nach dem Handy, PC, Tablet schaust.
  • Überlege, ob du bestimmte Telefon- und Kommunikationszeiten für Kunden, Klienten, etc. festlegst. Weise daraufhin, wie lange es in etwa dauert, bis du eine Email, Chat-Nachricht beantwortest.

Struktur schaffen, den Tag planen:

  • ToDo-Liste entrümpeln: Was muss nicht sein?
  • Was sind die 3 wichtigsten Dinge, die heute zu erledigen sind?
  • Plane Pausen und Erholung bewusst in den Terminkalender ein.

Entspannung/Erholung:

  • Selbst Routinetätigkeiten können Sie zum „Runterkommen“ nutzen. Eine gute Möglichkeit ist es hier, Alltags-Achtsamkeit einzuüben und zu pflegen. So kann der Gang über den Flur zum Kopierer, zum Besprechungsraum genutzt werden, um einfach mal nur den Kontakt der Füße zum Boden zu spüren. Oder beim Sitzen am Computer einmal bewusst darauf zu achten, wie ich eigentlich sitze, atme. Wenn du dann einige Atemzüge lang mal einfach nur atmest, dich etwas räkelst oder etwas bewegst, dauert dies wirklich nur ein paar kurze Momente – und anschließend ist man wieder fitter und aufnahmefähiger.
  • Vermeide übermäßigen Freizeittourismus und zu viele privaten Termine. Gönnen dir auch Auszeiten, in denen du einfach mal nichts tun musst, in den Tag hinein leben kannst.
  • Erlerne eine Entspannungstechnik und wende diese regelmäßig an. Besser beispielsweise nur 2 Minuten Achtsamkeitsübungen am Tag, als gar nichts!
  • Schalte Musikanlage, Fernseher, Computer regelmäßig aus. Vermeide Dauerbeschallung und Dauerberieselung.
  • Bewege dich. Insbesondere Wandern, Fahrradfahren und ähnliche Ausdauersportarten in der Natur sind hilfreich. Genieße die Natur um dich herum, die Stille die frische Luft, das Grün der Bäume …

Zusatzbelastungen vermeiden:

  • Werde dir deiner Kaufimpulse bewusst und vermeide Spontankäufe und regelmäßige Shoppingtouren in Kaufhäuser oder Internet. Konsumieren kostet letztlich nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Fragen dich daher: Ist das Ding, was ich kaufen will wirklich nötig oder einfach nur eine teure Ablenkung, ein Zudröhnen, eine Folge der eigenen Überdrehtheit?
  • Verschaffe dir eine Übersicht über deine Finanzen. Vielleicht geht es auch mit weniger Geld oder sogar einer Arbeitszeitreduzierung? Ein Haushaltsbuch leistet hier gute Dienste, um einschätzen zu können, welche finanziell realistischen Möglichkeiten es gibt.
  • Entrümple – Zeug kaufen macht ebenso Arbeit, wie das Zeug pflegen, aufräumen, abstauben, suchen…  Es geht auch mit sehr viel weniger und meistens geht es sogar viel besser ;-).

Werde kreativ, entwickle eigene Ideen. Es gibt sicher noch eine Menge mehr Möglichkeiten im Alltag, wie du vom überdrehten Multitasker wieder zum zufriedeneren ‚Monotasker‘ werden kannst.

 

One thought on “Schluss mit Stress und Multitasking

  1. Stimmt, Multitasking ist echt tödlich, wenn mehrere etwas von mir wollen sage ich immer „eins nach dem anderen“ Ich halte das echt nicht mehr aus.

    Danke für die guten Tipps!

    lg
    Maria

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