Filmtipp – Arte-Doku zu Instagram: Das toxische Netzwerk

Mein Filmtipp: Doku von Arte über Instagram, die Entstehung, Entwicklung, Auswirkung. Ein recht langer Film mit fast 1 1/2 Stunden, also vielleicht was für einen Tag, wenn es – endlich – mal wieder regnet.

Meine persönliche Haltung zu Instagram

Einen Account dort möchte ich nach wie vor nicht. Ich bin allerdings auch nicht der Meinung, dass nun alle Leute ihren Instagram-Account löschen sollten. Ich finde es aber wichtig, sich darüber bewusst zu sein, in welcher Welt man sich dort bewegt.

Ein paar Schlagworte bzw. Zitate aus dem Film

  • „Ein heiß umkämpfter Markt mit vielen Aspiranten, aber nur wenigen Gewinnern.“
  • „Plötzlich war Instagram eine große Shopping-Mall.“
  • „Auf Instagram herrscht ein Zwang zur Selbstinszenierung.“
  • „Typische Instagram-Körper sind zwischen 20 und 30, sehr oft entblößt, allerdings gemäß den Nutzungsbedingungen von Instagram und Facebook.“
  • „Wie Frauen ihren Körper zu Schau stellen und denken, das wäre ok…“
  • Foodporn: „Die Verwendung des Begriffes Porn in Verbindung mit Essen ist interessant, weil es die Logik des Exzesses zeigt, die den Bildern zu Grunde liegt.“
  • „Die Tourismus-Industrie hat auf dem Influencer-Markt gefügige, stets wohlgesinnte Werbeträger gefunden.“
  • „Da herrscht eine extreme Konformität.“
  • „Instagram ist Facebooks Geldmaschine geworden.“
  • „Facebook agiert genau wie die Tabak-Industrie. Sie werben für ein Produkt, von dem sie wissen, dass es der Gesundheit junger Menschen schadet, nur um Geld zu verdienen.“
  • „Die Konzernchefs wissen, wie man Facebook und Instagram sicherer machen kann. Aber sie unternehmen nichts, weil sie ihre astronomischen Gewinne über die Menschen stellen.“

 

Die Doku:

in der Arte-Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/095729-000-A/instagram-das-toxische-netzwerk/

und bei Youtube (verfügbar bis 29.10.22):

 

Zum Weiterlesen:

 

41 thoughts on “Filmtipp – Arte-Doku zu Instagram: Das toxische Netzwerk

  1. Hallo Gabi, die Doku habe ich auch gesehen und wollte schon was dazu schreiben. Du hast das allerdings so super zusammengefasst, dass ich einfach deinen Artikel dazu verlinken werde. 🙂 Ich bin froh, dass ich nicht mehr bei IG und Co. bin. Da wird einem ohnehin nur Werbung und vielgeklicktes angezeigt. Die kleinen, persönlichen Accounts verschwinden einfach von der Bildfläche. Macht keinen Spaß mehr. Was ich besonders erschreckend finde ist, dass die ursprünglichen Erfinder der Foto-App ausgestiegen sind. Zuckerberg hat aufgekauft… wer weiß, was der sich noch alles unter den Nagel reißen wird. Schulen, Banken? … Au weia. Top Doku.

    1. Ich fand das auch sehr interessant, dass die Erfinder da ursprünglich mal eine ganz andere Idee hatten. Deren Ausstieg sagt mir alles. Tja, so ein Netzwerk funktioniert auch nur, weil es eben sehr sehr viele Leute mitmachen, viele komplett gedankenlos.

  2. Liebe Gabi,

    wir haben uns die Doku angeschaut. Ich habe meinen Instagram-Account bereits vor dem Urlaub zur Löschung frei gegeben, es dauert ja vier Woche bis er endgültig gelöscht ist.
    Das hatte mehrere Gründe. Zum einen hat mich die viele Werbung überall massiv genervt. Zum anderen hat Instagram Suchtpotenzial und ich möchte meine Zeit nicht mit dem swipen verbringen. Auch ich habe das, was in der Doku angesprochen wurde, gespürt. Alle machen schöne Dinge und ich sitze zu Hause, mein Leben ist nicht so glamourös. Auch wenn ich weiß, dass vielens natürlich gezielt gepostet wird (wer postet sich schon gelangweilt auf der Couch) hat es mir manchmal doch was ausgemacht. Seit ich nicht mehr auf Instagram bin, geht es mir besser damit;)
    Etwas schade finde ich es um die vielen tollen Accounte, die tatsächlich etwas zu sagen haben, sei es in Richtung Feminismus, LGTBQ+-A oder andere. Wenn ich nun hierzu etwas lesen möchte, muss ich gezielt auf die Suche gehen.
    Danke für den Tipp mit der Doku. Vieles wusste ich bereits, einiges hat dennoch für kopfschütteln bei mir gesorgt.
    Liebe Grüße
    Julia

    1. Was ist das für eine Katastrophe, wenn man bestimmte Themen nur noch mitbekommt, wenn man irgendeins von diesen Meta-Universums-Apps hat, sei es WhatsApp oder Instagram. Der komplette Horror.

  3. Influenzer = „gefügige Werbeträger“. Jepp. Ich verstehe leicht zu beeinflussende Kinder und Teenager unter peer-presure, die glauben Influenzer seien „for real“ und Menschen die ihre wahren Meinungen zu Produkten sagen weil sie anderen aus reiner Nächstenliebe helfen wollen sich für eines zu entscheiden.

    Als ich letztens aber mal die Zahlen gesehen haben, wieviele Leute Influenzern folgen (30 jährige!!!) war ich echt schockiert. Ab welchem Alter wird einem klar, dass das gutbezahlte menschliche Billboards sind?
    Auf WhatsApp kann ich leider nicht verzichten, da Freunde und Familie sich weigern, anderes zu nutzen…

      1. zur Zeit sind elektrische Schreibtische in, es waren auch mal eine bestimmte Sorte Barfußschuhe, Apps, die Bücher zusammen fassen, Kleidung einer bestimmten Marke. Und damit das funktioniert, braucht man eine hohe Followerzahl und damit man die bekommt, muss man sich an die Algorithmen halten. Tja und zu dem Thema Algorithmen und welche Leute die festlegen, wird in dem Beitrag ja etwas gesagt und auch diese Aussage, wie typische Instagram-Körper aussehen…

  4. Liebe Gabi, witzig, ich habe mir diese Doku erst vor ein paar Wochen angeschaut und sie hat mich darin bestärkt, auch weiterhin nichts mit solchen Netzwerken zu tun haben zu wollen. Weder will ich mich präsentieren, noch interessieren mich die anderen. Ja, WhatsApp gehört auch zu Meta, auch wenn es keine klassisches soziales Netzwerk ist. Aber ohne Messenger geht’s bei mir nicht, ich nutze auch gleich mehrere. Soll sein. Für mich ist es das geringere Übel, mit Abstand und kostet mich nur soviel Zeit, wie ich Nachrichten beantworte. Das ist sinnvoller genutzt als unendliches Scrollen für … wofür eigentlich? Liebe Grüße!

    1. Ich habe gegen WhatsApp gekämpft und bekam die kalte Schulter. Wenn dann doch wenigstens Signal bat ich. „Ich habe schon so viele Apps und will nicht noch eine“ hörte ich. Datenschutz ist den Benutzern vollkommen egal, auch Politik. So lange der Strom aus der Steckdose kommt und Krieg woanders ist passiert nichts. Wie leicht sich so etwas ändern kann sehen wir ja.

      1. Nur weil sich viele nicht bewegen wollen und meinen WhatsApp ist der Nabel der Kommunikationswelt, ärgern sich andere dann zwangsweise damit herum. Unglaublich.

        1. Ich habe wieder einmal Lust mein Smartphone loszuwerden 👿 . So mit einem gezielten Wurf auf die Ecke 😉
          Ausgeschaltet im Schrank lassen reicht u.U. auch.

          1. Diesen Frust verstehe ich! Bin bei drei Messengern, habe diese in einem Ordner auf dem Klingelphon zusammengefasst (und Big Data genannt). WhatsApp ist nicht mehr dabei. Dennoch immer wieder Situationen, wo WhatsApp von Vorteil wäre. Weil eben ALLE drin sind. Warum nur hinterfragt das keiner?? Weil, ALLE haben doch die Macht, zu anderen Messengern zu gehen?

            Auf den Datenschutz angesprochen sagen alle, sie hätten doch ncihts zu verbergen. Sind sie sich da so sicher? Sind meine Vorlieben, Gewohnheiten, polit. Einstellung … kein Gut, welches verborgen bleiben soll?

            Und manchmal wünsch ich mir mein einfaches Klapphandy zurück. Warum mache ich es nicht? Es liegt ja noch im Schrank …

            1. Ich habe sogar vier Messenger, Andrea! Immerhin… bei uns in Wien sind von Seiten Stadtschulrat inzwischen die Verwendung von WhatsApp-Gruppen zur Kommunikation von Eltern und Lehrern nicht mehr erlaubt. Wohl aber schließen sich immer noch die Eltern untereinander in diesen Gruppen zusammen. Bei uns habe ich Signal angeregt und bin leider wieder knapp überstimmt worden. Somit bleibt WhatsApp nach wie vor, vermutlich bis zum Ende der Schulzeit meiner Kinder…

              Noch ein Podcast Tip für uns Minimalisten: Die aktuelle Ausgabe von Lanz&Precht, Ausgabe 54 zum Thema „Genug“. Vieles davon wissen „wir“ ja schon, aber ich finde es gut, dass es zum Thema gemacht wird. Auch wird der Frage nachgegangen, warum der Mensch dieses Bestreben nach immer mehr hat und welche unterschiedlichen Varianten von Sammlern es gibt.

  5. Hatte jetzt auch Zeit mir die Doku anzuschauen und bin entsetzt. Schon als der Typ mit der Klingel auftauchte (ca. min. 21) kochte es in mir. Was für eine Gier und immer schön die Leute weiter anstacheln und wenn es nur mit einer albernen Klingel ist. So traurig auch der Tod des Mädchens, nur weil sie einem seltsamen Schönheitsideal nacheifern wollte. Ich bin ja weder bei Facebook, noch bei Instagram oder WhatsApp angemeldet und sehe mich bestärkt darin, das das genau richtig ist. Ach würden sich doch sehr viele Leute diese Doku mal ansehen, aber ich glaube es sind schon zu viele in diesen Sog geraten.

    1. Die Klingel wäre für mich das KO-Kriterium. Widerliche Masche um direkte Arbeit am Tisch maximal anzuheizen. Es fehlt nur noch der väterliche Blick über die Schulter mit einer prüfenden Frage.

  6. Hallo Gabi.
    Ich habe mir instagram app ursprünglich installiert um Minimalismus interessierten Menschen zu folgen um evtl. in Kontakt zu kommen um sich auszutauschen….. hat bis jetzt nicht funktioniert und ständig was zu posten ist auch nicht meins…..
    Seit dem ich die Doku gesehen habe, bin ich nur noch schockiert was das eigentlich anrichtet mit Menschen, selbst in den Bravo Zeitschriften war das noch nicht so…..
    Seit der Doku nutze ich die App nicht mehr und merke wieviel Zeit ich damit bisher verschwendet habe und wieviel ich mehr bei mir bin und mich wieder mit mir beschäftige.
    Danke schön für augen öffnenden Beitrag.

  7. Danke, dass du das hier eingestellt hast. Ich hatte den großartigen Film schon im TV geschaut.
    Gruselig. Ich habe mich niemals in die Fänge des Zuckerberg/Meta/Universums begeben und werde es auch nicht tun.

    1. Bei Instagram hat mich anfangs nur gestört, dass man dann ständig noch Fotos hochladen musste. Der Rest wurde mir erst im Laufe der Zeit deutlich. Meine Unabhängigkeit ist mir da doch wichtiger, als mich auf das Regelwerk solcher Netzwerke einzulassen.

        1. Ach ist das nicht herrlich? Ich habe kürzlich einen solchen Brief geschrieben und per deutscher Schneckenpost verschickt. Die Freude war riesig.
          Heutzutage einen handgeschriebenen Brief oder Karte zu bekommen ist etwas Besonderes.

        2. Ohne WhatsApp erfahre ich nicht wenn mein Kurs bei der VHS ausfällt z.b. heute. Einige Kontakte bestehen auf WhatsApp bzw. ich könnte sie nur über WhatsApp erreichen. Also nutze ich es nicht, es steckt im Ordner und meldet sich wenn einer kräht.

          1. Die Frage ist mir auch schon untergekommen: Waaas kein Wha…App?
            Ich verzichte lieber auf die „neuesten Neuigkeiten“, als ständig zugebimmelt zu werden. Ich muss nicht alles wissen.
            Ich habe Sign…l auf meinem Handy. Dort habe ich aber nur Kontakt mit meinem engsten Familienkreis (5 Personen). Mehr will ich nicht. Für ein schnelles „Kannst du nachher mal … mitbringen?“ geht das manchmal schneller, als per Telefon und der Empfänger kann die Nachricht lesen, wenn es ihm in die Reihe passt.

          2. Selbst nicht nutzen und nur schauen, „wenn einer kräht“ (klasse Begriff) ist dann ja auch eine praktikable Lösung. Wobei es mich schon wundert, ausgerechnet bei einem Kurs bei der VHS. Aber das ist derzeit einfach der Alltag.

  8. Danke euch beiden für die Links. Sie sind beide sehr interessant, bestätigen mich, weder bei Face… noch bei Inst… einen Account zu haben und stärken gerade meine Überlegung meines Seite bei Word..ress zu schließen.
    Ich habe übrigens im Moment seeeehr viel Zeit diese Filme zu sehen, weil ich gerade in einem auf unbestimmte Zeit stehenden ICE sitze.

    1. Ohne deine Webseite – das wäre aber jammerschade. Ich finde deine vielen praktischen Tipps nämlich klasse. Ich bin kein Zöli, aber reagiere allergisch auf Weizen, Dinkel, Hafer, … glutenfrei vertrage ich gut und selbst gemacht (auch Mehlmischung!) ist geschmacklich 100 x besser.

      ICE haben ja zum Glück WLAN und Lademöglichkeit. Ich wünsche gute Nerven und hoffentlich baldiges Weiterkommen!

      1. Hallo Gabi,
        das hast du falsch verstanden. Im Moment fahre ich noch zweigleisig. Meine eigene Domäne bleibt online, die über WP schalte ich dann endlich mal ab. Ich wollte in der Übergangszeit den Leuten die Gelegenheit bieten, mit umzuziehen. Nun ist dann aber mal gut. Stichwort Minimierung des Aufwandes. 😉
        Den einen oder anderen Artikel werde ich noch auf die neue Homepage umziehen, der Rest wird dann abgeschaltet.
        PS: Meine Zugfahrt war dann noch recht abenteuerlich. 12 1/2 Stunden von Brandenburg nach BW. Neuer Negativ-Rekord!

        1. Ach so – die WordPress com Seite wird platt gemacht, deine Domain bleibt. Das ist ja sehr schön.
          12 1/2 Stunden – wie überlebt man sowas überhaupt. Kompletter Horror.

          1. Hallo Gabi!
            Dein Artikel kommt genau zur rechten Zeit! Ich habe seit ein paar Wochen Instagram gelöscht und das nur, weil ich es musste: Die app wurde einfach zu groß für mein „veraltertes“ Smartphone.
            Erst da wurde mir so richtig bewusst, wie abhängig ich danach bin. Stell dir vor, mein Daumen hat im Autopilot die app auf dem Handy gesucht, die ja gar nicht mehr da war. Auch in Momenten in denen ich mich vermeintlich langweile, insbesondere abends war der Druck riesig. Auch jetzt, wenn ich darüber schreibe bekomme ich eine Art Suchtdruck. Ich werde mir jetzt auf jeden Fall die Doku anschauen, um zu verstehen was da mit mir passiert.
            Liebe Grüße!

    1. Oh danke für den Tipp, das wird dann mein nächsten „Regen-Film.“ Letztlich geht es mir nicht um ja oder nein, schwarz oder weiß, gut oder schlecht, sondern um die schlichte Achtsamkeit-Grundhaltung: Wahrnehmen, was da geschieht: Um mich herum, in mir drin und wie beides u.U. zusammen hängt.

    2. Hallo Ihr Lieben, und gleich noch ein Precht zum Thema: Die aktuelle Podcast-Folge von Lanz&Precht (Ausgabe 54) zum Thema „Genug“. Es wird der Frage nachgegangen, warum der Mensch immer mehr von allem braucht und welche Motivationen es dahinter gibt.

      1. Sorry, meine Nachricht steht weiter oben noch einmal. Ich hatte Internet-Probleme und es schien so, als ob der Kommentar weiter oben nicht rausgegangen wäre…

Schreibe einen Kommentar

You have to agree to the comment policy.