Die minimalistische Kaffeemaschine

Kaffeemaschinen – ratzfatz trinken, ratzfatz ärgern

Ich erinnere mich an eine bzw. einige sog. Siebträger-Kaffeemaschinen, die ich hatte. Kaffeepad rein, auf Knopf drücken, ruckzuck war der Kaffee fertig. Mit dem Ergebnis, dass ich auch ruckzuck recht viele Kaffees getrunken habe. 8 Tassen dürften das an manchen Tagen locker gewesen sein. Aber das liegt einige Jahre zurück. Irgendwann waren die Teile auch immer wieder hinüber – sowas ärgert mich bekanntlich sehr.

Seit längerem habe ich Espressokocher genutzt. Aber irgendwie waren die immer irgendwann an dem Punkt, wo sie immer wieder verstopften und manchmal hatte ich dadurch turbostarken, bitteren und sauren Kaffee bzw. Espresso. Also habe ich erstmal alles gemacht, was Bedienungsanleitungen und Internet so an Tipps und Tricks so her gaben: Mahlgrad des Espressos, Zubereitung, Reinigung des Kochers, usw. usw. usw.. Irgendwann war ich es aber trotzdem leid, insbesondere, wo ich teilweise den Kaffee kaum noch trinken konnte und wegschütten musste. Ein Unding.

Und so sieht sie nun aus – meine minimalistische Kaffeemaschine:

Kochplatte mit Edelstahl-Milchkännchen. Darin Kaffeepulver und Wasser. Links daneben ein Teesieb

Unübersehbar: Eine richtige Maschine ist das nicht so wirklich. Lediglich ein kleines Edelstahlkännchen und ein Teesieb, welches ich jetzt als Kaffeesieb verwende. Beide Teile nutze ich, um auf sehr simple Art einen Kaffee zu kochen. Genauer: Einen Kochkaffee. Kochkaffee soll in Schweden sehr beliebt sein. Das Kaffeemehl ist etwas gröber. Ich benutze da keinen besonderen Kaffee, sondern lediglich den Bio-Espresso, den ich auch vorher getrunken habe. Ich habe auch sonst keine besonderen Tricks. Der Kaffee wird aufgekocht, zieht dann ein wenig. Dann schütte ich ihn durch das umfunktionierte Teesieb. Fertig.

 

Minimalismus ist nicht unbedingt auch asketisch

Wer jetzt denkt, ich sei nun endgültig auf dem asketischen Trip angelangt: Nein, bin ich nicht. Wie sich auf diesem Foto unschwer erkennen lässt:

Handkaffeemühle und Milchaufschäumer-Gerät.

Das silberne Monstrum ist ein Milchaufschäumer. Das komplette Gegenstück zu meiner minimalistischen „Kaffeemaschine.“ Ich habe längere Zeit den Stabmixer mit einem kleinen Aufsatz zum Milchschäumen benutzt. Aber durch die häufige Nutzung setzte sich dieser Aufsatz beim Milchschäumen auf Dauer doch zu sehr zu. Also habe ich nach längerem hin- und herüberlegen, doch wieder einen Milchaufschäumer gekauft. Da ich recht viel mit Allergien und Unverträglichkeiten zutun habe, ist das für mich der ausgleichende Gegenpart. Ich möchte zumindestens auf diese Weise mal etwas unbeschwert genießen – was mir zum Glück gut gelingt.

Mir bewusst Zeit lassen

Ich lasse mir Zeit beim Kaffeekochen. Vorbei die Zeiten, in denen ich so viel Kaffee trank. Die Bohnen werden von Hand gemahlen, dann wird der Kochkaffee zubereitet und zum Schluss darf der Milchaufschäumer ran. Heute trinke ich mit drei bis vier Tassen maximal die Hälfte von früher. Es macht mir aber mindestens doppelt so viel Spaß.

Kaffee ist ein Luxusgetränk, hat einen sehr weiten Weg hinter sich. Indem ich den Kaffee so langsam und bewusst zubereite, wird mir diese Besonderheit bewusster. Außerdem ärgere ich mich eben nicht mehr über all die Kaffeemaschinen, Espressokocher und ähnliche, teilsweise sehr teuren Geräte. Weit über 1000 Euro für ein Gerät ausgeben, nur um Kaffee zu kochen: Nie im Leben! Die Kaffeezubereitung ist für mich mit den einfachen Mitteln zu einem bewussten und achtsamen Ritual geworden. Das Trinken ist dadurch sehr bewusst und genussvoll geworden. Wunderbar.

Nebenbei gesagt: Wunderbar ist auch, dass ich diesen Monat tatsächlich 29m3 weniger Gas und 14 kwh weniger Strom verbraucht habe, als im gleichen Monat im Vorjahr. Der Gasverbrauch lag ca. 1/3 niedriger, der Stromverbrauch knapp 20%. Das lag zwar auch, aber bei weitem nicht nur am Wetter. Ich wollte es so. Chacka 💪

 

Zum Informieren…

… ob man ernsthaft so viel Geld für sowas ausgeben will: Ein Blick in die Kaffeevollautomaten und wie sie (nicht) gut zu reinigen sind 🤢

 


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66 thoughts on “Die minimalistische Kaffeemaschine

  1. Hallo,
    die minimalistische Kaffeezubereitung erfolgt auch bei mir mit der French-Press-Methode, geht schnell, braucht wenig Platz, verursacht wenig Ressourcenverbrauch für das Gerät, der Behälter ist zu großen Teilen recycelbar (Glasbehälter und Metallhalterung) und war günstig in der Anschaffung. Zudem wird wenig Reinigungsaufwand verursacht. Das Wasser wird im Wasserkocher erhitzt, der natürlich universell einsetzbar ist und nicht nur der Kaffeezubereitung dient. Beim Kaffeekonsum halte ich Maß, schließlich hat das Produkt einen weiten Weg und eine ressourcenintensive Produktion hinter sich bevor es in meiner Tasse landet. Trotzdem möchte ich die tägliche Tasse nicht missen. Wenn ich mal eine andere Kaffeespezialität konsumieren möchte, kann ich das bei einem Cafébesuch machen. Das ist dann etwas Besonderes und als solches auch von mir wertgeschätzt. Für den Alltag reicht die „normale Tasse“. Ich denke noch an die Zeit vor 1990 zurück, als es hieß: „Heute gibt es echten Bohnenkaffee.“ Jetzt ist das Luxusprodukt zum Lebensmittel geworden…
    Liebe Grüße, Beatrice

    1. Du gehörst dann eindeutig auch zu den Geniesserinnen. Um diese Kaffeebohne hat sich inzwischen eine riesiger Maschinenpark entwickelt. Das wird dann als das besondere Highlight präsentiert. Dabei gibts Filterkaffee, Frenchpress und Co. schon ewig und drei Tage und funktioniert doch prima.

  2. Ich liebe Kaffee und habe schon einiges ausprobiert. Mein Fazit: nie mehr Kaffeepads oder Kapseln der Umwelt zuliebe. Ich besitze eine einfache Kaffeemaschine, habe aber auch einen Keramikfilter mit dem ich Kaffee selbst brühen könnte. Den tue ich auch nicht weg, denn wenn die Kaffeemaschine kaputt ist, wird er zum Einsatz kommen. Gabi, das ist ein schönes altes Ritual, die Bohnen mit der Kaffeemühle zu mahlen. Der Duft in der Wohnung…einfach herrlich. Du nimmst dir Zeit und genießt den Kaffee. So soll es sein! Viele Menschen sind so abgestumpft, dass sie nicht mal merken was sie da konsumieren. Ich werde in Zukunft achtsamer sein und dabei an deine Worte denken.

    1. Das bewusste und achtsame Genießen hat den großen Vorteil, dass dann üblicherweise der Genuss eben viel höher ist. Das finde ich super gut. Dazu brauchts dann auch keinen teuren Klimbim.

  3. Kaffee ist heute allgemein und preiswert verfügbar. Sowohl als Kaffeepulver aus dem Supermarkt als auch als Coffee-to-go in Pappbecher, der eilig und gedankenlos heruntergekippt wird. Selbst ein durstiger Hund schlabbert Wasser achtsamer, als viele Menschen Kaffee trinken. Aber Gabi hat Recht, wenn sie dieses Getränk als luxuriöses Genussmittel bezeichnet, dass mit Muße genossen werden sollte. Auch wenn Kaffee heute in industriellen Stil verarbeitet wird, so sind sowohl bei der Anzucht und Ernte immer noch viele Hände und bei der Weiterverarbeitung viel Können und Erfahrung vonnöten, damit aus den kleinen kirschähnlichen Früchten ein köstlich riechendes Getränk werden kann.

    Ein Genuss in Maßen freut nicht nur den Magen, sondern schont auch die Umwelt. Der Kaffeeanbau verschafft den Anbauländern Devisen, aber die enorm gestiegene Nachfrage auf dem Weltmarkt sorgt inzwischen für Naturzerstörung durch extreme Ausweitung der Anbaugebiete. Und damit droht langfristig die Zerstörung der Lebensgrundlage der dortigen Bevölkerung. Der reduzierte aber bewusste Genuss von Kaffee ist für mich eine besonders kultivierte Form des Minimalismus.

    1. Sehr bewusst und in Maßen genossen, hat man ja beim Kaffee gleich zwei positive Effekte: Für die Umwelt und für sich selbst. Genießen tut gut. Kaffee unterwegs reingeschoben aus so einem gruseligen Papp- oder Plastikbecher – ich bin froh, dass ich aus der Nummer lange raus bin.
      Wenn ich persönlich einen Vorteil habe und der Vorteil auch allgemein gut für Mensch und Umwelt ist: Das ist doch Minimalismus par excellence. 🤩

    2. Liebe Violetta,
      sehr schön und treffend geschrieben.
      Generell wünsche ich mir für mich selbst tatsächlich einen achtsameren Umgang mit „Genussmitteln“. Sie sind ja eigentlich ein kleiner Luxus und sollten/dürfen zelebriert werden. Leider geht das in unserer „Immer-alles-verfügbar-Kultur“ ganz schnell verloren. Achtsamer Minimalismus beim Essen und Trinken – das finde ich schön und sehr inspirierend – und wir sind ja hier genau an der richtigen Stelle 😉

  4. Die vielfältigen Möglichkeiten für die Zubereitung von Kaffee haben mich eben dazu gebracht, das erste Mal meine kleine French Press zu nutzen – für Tee. Gekauft für „irgendwer möchte vielleicht seinen Kaffee auf diese Art trinken“, stand sie seitdem nur rum. Jetzt habe ich damit einen losen Tee mit Teefilter gekocht und trinke ihn Sonntagnachmittag aus einem kleinen Tässchen meiner Oma. Diese Tassen sind zu klein für den Alltag und eine ganze Kanne Tee ist mir zu viel. Daher trafen sich Tee und Tassen nie. Bis auf heute – und es funktioniert super. Die kleine French Press (ohne den Einsatz) kriegt drei Tässchen hin und steht nun auf der Heizung, damit Tässchen Nummer zwei auch noch halbwegs warm ist. Danke für diese Inspiration!

    1. Oh wie wunderbar. Ja klar, umgekehrt funktioniert das eben auch. Ideen statt Kram – ist kostengünstig, macht Spaß und man ist nicht vollgerümpelt.

  5. Ich habe die Frenchpress von Groneberg. Die kommt mit drei Ersatzsieben (die ich nach über 1jähriger Nutzung noch nicht gebraucht habe), man kann nahezu alle Einzelteile auch nachkaufen. Dazu ist sie noch recht hübsch anzusehen. Einen Milchaufschäumer hab ich auch – eine Art Schneebesen. Dafür brauch ich keinen Strom und das Teil kann nicht wirklich kaputt gehen. Lustigerweise haben wir festgestellt, dass die Hafermilch im Tetrapack einfach geschüttelt fast den gleichen Milchschaum hergibt. Funktioniert aber nur, wenn der Pack max. 3/4 voll ist. Seitdem überlege ich, ob der Schneebesen weg kann ;-D

    1. Das klingt, als hätte sich bei Frenchpress hier oder da auch etwas positives getan. Das ist super. Ist dir der Milchschaum dann nicht zu kalt?

      1. Nee, eigentlich nicht. Der Kaffee ist ja so heiß, dass sich das dann wunderbar ausbalanciert. Aber wer knalleheiß trinken mag, für die/den ist es sicherlich nichts. Und ehrlicherweise: der „richtige“ Milchschaum ist natürlich schon besser bzw. auch stabiler. Aber uns taugts.

    2. Hafermilch, habe ich festgestellt, bekommt in meinem Milchschäumer nur „Badeschaumqualität“ (= große, schnell platzende Blasen, die zu produzieren schütteln ausreicht). Sojamilch hingegegen, die ich wegen des doch leicht „bohnigen“ Geschmacks wegen hinter der süßlichen Hafermilch zurückgestellt hatte, wird fast fest wie Eischnee. Echt mal ausprobieren! 🙂

      1. Bei der Hafermilch liegts auch ein wenig an der Sorte – bei den einen klappts besser, als bei den anderen. Ist superlecker, ich vertrage es nur leider überhaupt nicht, weder Soja noch Hafer.

  6. Nach jahrelangem Kaffeemaschinendebakel habe ich einen Porzellanfilter mit Filtertüten benutzt. Dieser Filter fiel mir dann mit voller Ladung runter und ging zu Bruch – eine Riesensauerei!
    Einen Plastikfilter wollte ich nicht, da habe ich wie früher das gemahlene Kaffeepzlver in die Kanne gegeben und mit fast kochendem Wasser überbrüht. Durch ein Teesieb in die Tasse gegossen und fertig. So mache ich das seitdem. Schmeckt gut, ist total simpel und Kaffeesatz macht ja bekanntlich schön. 🙂

  7. Ha, das ist ja lustig! Sowohl die Kaffeemühle, als auch dieses Edelstahl-Teesieb befinden sich auch in meinem Haushalt. 🙂
    Bei uns werden die Bohnen auch immer frisch von Hand gemahlen. Normalerweise landet das Kaffeepulver dann aber in der Filterkaffeemaschine (so ein „normales“ Teil, fast 20 Jahre alt, aber gut) Für den besonderen -oder anderen- Kaffeegenuss haben wir noch eine Espressokocher.
    Dieses feine Edelstahl-Teesieb verwende ich übrigens eher für meinen selbstgemachten Löwenzahnkaffee.
    Liebe Grüße, Sibylle

  8. Genau das überlege ich mir auch schon seit Monaten: Wie kann ich am umweltfreundlichsten und simpelsten Kaffee machen? (Ich habe, seit ich mit Intervallfasten angefangen habe, festgestellt, dass ich keinen Tee auf nüchternen Magen vertrage, Kaffee geht aber komischer Weise problemlos…).
    Bisher bin ich mit keiner angedachten Lösung zufrieden. Bei der French Press, wie Thosten schon sagte, geht irgendwann das Sieb kaputt oder wird usselig. Kochkaffee hatte ich mal mit klassischer Cezves, also arabischem Kännchen aus Kupfer gemacht. Das war aber nicht das Wahre, da ich nur eine Minikochplatte habe, die nur eine An/Aus-Funktion hat, keinen Temperaturregler, und da ist mir oft was übergekocht.
    Für eine „brew over“-Variante habe ich noch keinen Filter gefunden, der mich überzeugt. (Habe den selben Teefilter wie du, sollte ich vielleicht mal damit ausprobieren…)

    1. Manchmal mache ich es auch einfach so für eine einzelne Portion: Wasser aufkochen, Teesieb in die Tasse, Kaffeepulver rein, mit Wasser aufschütten, 2-3 Minuten ziehen lassen. Das Teesieb hat einen Deckel, dadurch bleibt der Kaffee schön heiß. Das ist unterm Strich eine Mischung zwischen Filterkaffee, Frenchpress und Kochkaffee. Schmeckt auch gut.

    2. Wir haben sehr hartes Wasser, zusammen mit dem Kaffeesud setzte sich das Filtersieb krustig zu und widerstand allem. Bei weichem Wasser vielleicht besser ?

      1. Das könnte tatsächlich sein. Hartes Wasser in Kombination mit den Kaffeeresten auf Sieb. Hier ist das Wasser etwas weicher (Härtegrad 2), da ist das nicht so ein Problem.

  9. Ich bin wirklich glücklich geworden mit der French Press von Bodum für eine Tasse. Hätte ich nicht gedacht. Lässt sich leicht reinigen und Erstazteile gibt es auch. Brauchte ich noch nicht. Den Kaffeesatz sammle ich in einem Tetrapack. Werfe den dann vom Balkon und die Wiese ist schon gedüngt, bis ich unten ankomme. Lange wusste ich nicht, wohin mit dem Kaffeesatz im 2. Stock. Ich schäume Milch auch durch Schütteln im Tetrapack. In der Regel brauche ich aber keinen. Die Schimmelmaschine bin ich dank Thorstens Gedanken losgeworden.

    1. Das klingt doch gut, wenns funktioniert bei dir. Wenn man Ersatzteile bekommt, ist das natürlich schon mal eine gute Sache. Vielleicht ist auch die Größe besser, eben nur für eine Tasse. Da wird der Restkaffee nicht kalt.

      1. Gabi, mein Traumbett wird wieder abgeholt. Hatte 2 Schubladen mit Maske aufgebaut. Dann musste ich mir eingestehen: Das wird nix mit uns. Pressspan. Meine Augen vertragen die Ausdünstung gar nicht. Du hattest mal Probleme mit einer Kommode. Nie wieder. Zum Glück hab ich dank meiner Faulheit nicht mit den großen Teilen angefangen. Das Bett wird wieder abgeholt. Bin zu dem Schluss gekommen: Ich brauche keins.

        Nun lasse ich mir erst mal Zeit und vielleicht wird es dann ein Sessel. Diesen Poeng Sessel hattest du doch mal. War der denn bequem? Irgendeine rumtragbare Lösung fände ich gut. Dann bin ich flexibler.

        1. Ach herrje, du Arme. Stimmt, ich habe genau aus dem Grund eine Kommode wieder rausgeworfen – und die war nicht einmal aus Pressspan. Gestunken hat sie trotzdem. Das war unerträglich. Mit einem Küchenschrank vom Elch hatte ich mal ähnliche Probleme und habe den monatelang auf dem überdachten Balkon auslüften lassen. Den Poeng-Sessel fand ich nicht wirklich bequem, könnte aber auch an meinen recht langen Beinen liegen. Man hängt ziemlich tief drin. Bequemer finde ich meinen Hochlehnstühle für den Balkon. Die habe ich mal sehr günstig über Kleinanzeigen bekommen, die sind aber aus Plastik. Sowas will man ja dann auch nicht ernsthaft in der Wohnung haben.
          Im Zweifelsfall ist es wohl wirklich besser, sich ausgiebig Zeit zu lassen. Irgendwann konstruiert sich dann auch eine Lösung. Solche Entscheidungen sind heute wirklich kompliziert geworden, weil man so viel berücksichtigen muss. Haltbarkeit, Ausdünstungen, etc.

    2. Du wirfst ihn aus dem 2. Stock vom Balkon??? Was sagen die Leute, die unter dir wohnen zu der Sauerei 😉
      Danke für das Video, Gabi. War für mich als „Bodensee“-Kaffeetrinker sehr informativ. Bisher habe ich seit ewigen Zeiten eine Padmaschine. Denke jetzt aber über eine French Press nach. Werde wohl ein wenig experimentieren müssen.

    3. Die Schimmelmaschine :-DDDDDDDDD
      Ich habe es erst nicht kapiert und gedacht: „wer kauft sich denn bitte sowas?“ und dachte an vegane Käseherstellung oder so. Bis ich kapiert habe, dass du damit die Kaffeemaschine meinst :-DDDD
      Aber ja, inhaltlich 100 Punkte!

    1. Beim Kochkaffee hat man halt unten noch etwas Prütt in der Tasse. Mein umfunktioniertes Teesieb ist recht gut und fein, aber etwas kommt eben doch durch. Ich finde es aber nicht tragisch. Kochkaffee scheint dafür aber auch sehr viel aromatischer und besser verträglich zu sein.

  10. Früher war ich auch so eine Kaffeetante und hatte diverse Maschinen. Die Padmaschine, als sie ganz neu auf den Markt kam. Irgendwann schmeckte mir der Kaffee nicht mehr, dann kam eine Nespressomaschine, die genau nach 2 Jahren ihren Geist aufgab. French Press, normale Maschine und alle Sorten Milchaufschäumer, da mich nie einer zufrieden stellte. Seit einigen Jahren nutze ich den 1 Tassen Porzellanfilter und bin glücklich damit. Ab und zu gönne ich mir einen Cappuccino oder Espresso auswärts.

    1. Ob man sich wohl mit diesem Maschinenpark irgendwie einen Genuss herbei zaubern will, den man ohne diesen Maschinenpark auch hat?

  11. Gute Lösung 🙂
    wir haben unsere Kaffeemaschine jetzt in den Keller verbannt, wir trinken nämlich seit gut zwei Jahren nur noch Tee. Die Maschine stand so nur rum, falls mal ein Gast einen Kaffee möchte. Das nervte mich und ich hab sie jetzt verbannt. Wenn einer Kaffee bei uns möchte, habe ich löslichen Kaffee für ihn und gut ist 😀 ich mag kein Gerät mehr stehn haben nur für Gäste. Die Maschine hab ich schon meiner Schwiegermutter zugesagt, wenn ihre kaputt ist. Dort wird noch Kaffee getrunken 🙂
    Liebe Grüße!

    1. Ich habe durch diese Art des Kaffeetrinkens zumindestens den Konsum deutlich eingeschränkt, bin aber schon eher die Kaffeetante.

      1. Wir haben beide den Kaffee nicht mehr vertragen 🙂 und ich hätte nie gedacht das ich mal ohne Kaffee sein kann 😀 war auch eine Kaffeetante seit ich 14J war.

        1. Dinkelkaffee mal probiert, Gabi? Ich finde ja, er schmeckt genauso gut. Im Grunde, hab ich alles, wo Wasser hängenbleibt verbannt. Wie Munddusche, Wasserkocher. Da war immer unten ein Rest drin und das ist dann nicht keimfrei. Und Filter und Pads Papier schmecke ich auch raus. Deswegen bin ich jetzt froh über die Lösung.

          1. Dinkelkaffee speziell trinke ich nicht, aber Getreidekaffee als solches habe ich auch. Ist auch schön, aber ehrlich gesagt für mich nicht das gleiche. Filter und Papier schmecke ich auch raus, mag es ebenfalls nicht.

  12. Finde ich eine super Lösung! Mein Mann nutzt für seinen Kaffee so eine kleine „Quetschkanne“ (vornehm heißt das wohl French Press), und ich trinke so selten Kaffee, dass ich den dann auch immer mit so einem Teesieb/-filter mache. Für (Hafer-)Milchschaum hab ich so ein kleines batteriebetriebenes Teil mit Quirl, das nimmt kaum Platz weg.

    Und super mit dem Energiesparen! Das beschäftigt mich momentan auch sehr. Wir können das leider nicht monatlich einsehen.

    1. French Press ist bei mir immer schnell abgenutzt gewesen : das Metallsieb. Wurde spröde, hatte Verkrustung, vielleicht Rostansatz. Nach spätestens 2 Jahren schätze ich. Habe ich deswegen nicht mehr gekauft. Kaffee schnell kalt, fällt mir auch noch ein.

      1. Irgendwann ist Frenchpress eben auch durch und die Glaskannen waren ein Desaster bei mir. Irgendwann fielen die immer hin. Von dem Frenchpress-Prinzip habe ich das Ziehenlassen von insg. ca. 3 Min. übernommen. In dem Edelstahlgefäß bleibts auch schön heiß.

        1. Die Glaskannen blieben unnütz übrig. Diese Filternetze sollte es zum Nachkaufen geben. Aber mit einem Metallfilter habe ich gar keinen Verschleiß und ich brühe direkt in die Thermoskanne.

    2. In meinem Fall ist die Gastherme dann mal ein Vorteil. Da ist der Zähler im Keller (ebenso wie Strom), den lese ich immer am Monatsletzten ab und notiere mir das schon ewige Zeiten. – Langfristig soll hier aber noch was anderes kommen, umweltfreundlicher, sparsamer.

  13. Zu früh abgeschickt. Ich wollte noch schreiben : Wir hatten auch ein paar Jahre eine Siebträgermaschine. Einmal und nie wieder, das war so ein Umstand mit der Reinigung und dann gab es immer noch Stellen die nicht sauber wurden. Sowas braucht kein Mensch. Wir benutzen jetzt eine ganz simple kleine Kaffeemaschine, das heisst hauptsächlich mein Mann, ich trinke überwiegend Tee. Viele Grüße

    1. Das sind interessanterweise immer die gleichen Themen: Die umständliche Reinigung. Was nützt der schnelle Kaffee, wenn man hinterher mühsam putzt. Und wie es so in diesen Kaffeevollautomaten so aussehen kann, ist ja in dem verlinkten Video zu sehen. Lieber Himmel, sowas muss ich echt nicht haben.

  14. Super!!! Ist auch viel leichter zu reinigen.
    Ich bin auch stolz auf meinen Mann! Wir hatten jahrelang eine ganz normale Kaffeemaschine, die dann irgendwann ersetzt werden musste. Wir haben uns dann eine neue normale gekauft nur mit Thermoskanne. Ganz zufrieden war Mein Mann damit nicht (ich selbst trinke keinen Kaffee). Mich hat selbst die normale Maschine schon genervt: Die Reinigung war doof und die Maschine irgendwo stehen zu haben für ein oder zwei Tassen am Tag…
    Nie hätten wir uns beide vorstellen können so einen Riesen-Automaten bei uns stehen zu haben!!
    Nun ist er umgestiegen auf einen ganz normalen Filter, der einfach auf einem Thermoglas steht. Wir brauchen keine Maschine und keine Kanne mehr! Bin so froh. Und viel leichter zu reinigen ist es auch 🙂 Die Kaffeemaschine konnten wir zum Glück gut bei Ebay verkaufen.
    Liebe Grüße

    1. Der normale Filterkaffee ist ja schon seit einiger Zeit wieder gefragter. Vermutlich auch aus dem Grund, weil es einfach einfacher ist.

      1. Vor allem weil er gesünder ist.
        Bas Kast hat sich dazu mal alle Studien angesehen und herausgefunden, dass bei den French-Press- und Espresso-Zubereitungsarten Cafestol und Kahweol (schlecht für den Cholesterin-Wert und die Blutfette) nicht herausgefiltert werden. Das Einzige, was die rausfiltern kann, ist eben der Papierfilter.
        Ich hatte lange aus zero-waste-Gründen Edelstahlfilter aber als ich das gelesen hatte, bin ich wieder auf Papierfilter umgestiegen und kompostiere sie dann immerhin im Bokashi.

        1. Wobei ich beim Thema Kaffee und Gesundheit auf Anhieb extrem unterschiedliche Untersuchungsergebnisse gefunden habe, sogar mit Quellenangabe. Mal heißt es Kaffee steigert den Cholesterinwert, mal senkt Kaffee ihn sogar. Mal ist Espresso besser, mal auf keinen Fall, usw.. Im Zweifel auf das eigene Körpergefühl achten und einfach auf die Menge.

  15. Letztens wollte ich auch mal wieder aufgeschäumte Milch. Unser alter kleiner Milchaufschäumer war kaputt. Dann hab ich überlegt ob ich einen neuen kaufe, das wollte ich aber eigentlich nicht, da ich nur gelegentlich Cappuccino trinke und so ein Gerät bei uns dann hauptsächlich rumliegt. Dann hab ich mal im Netz geschaut ob es da nicht noch eine andere Möglichkeit gibt. Seitdem gebe ich etwas Milch in ein verschließbares Glas oder ähnliches und schüttel das ganze ca. 20 bis 30 Sekunden, dann hat man tatsächlich Milchschaum mit erstaunlich viel Stand. Ich weiss allerdings nicht ob das mit jeder Milchsorte funktioniert (ich benutze Kuhmilch).

      1. Ja, das erledigt in dem Fall der Milchaufschäumer. Die Handgeräte, die es auch gibt, haben da nicht gut genug funktioniert. Aber vielleicht bin ich da auch ein Pingelkopp.

      2. Geht mit kalter und warmer Milch, also wie schon gesagt Kuhmilch in meinem Fall. Bin mir nicht sicher ob es mit zB. Mandelmilch so funktioniert, werde es bei Gelegenheit aber mal ausprobieren. Ein Schraubglas oder einen Plastikbecher zum verschließen hat man ja meist zu Hause. Ich war aber auch total erstaunt wie gut das funktioniert.

    1. Habe ich auch mal probiert, kam damit aber nicht klar. Aber super, dass es bei dir funktioniert – so ist es natürlich ideal. Aber du machst mich da neugierig, es bei Gelegenheit vielleicht doch noch mal zu probieren.

    2. Nachdem heute früh die Milch eh alle war, stelle ich fest: Kochkaffee aus gemahlenen Espressobohnen in der sog. Kaffee-Americano Variante (gestrecker Espresso, als mehr Wasser als bei normalem Espresso) schmeckt auch milchlos super lecker. Interessant…

      1. Das stimmt, trinken wir nur so. Uns ist der normale Kaffee zu laberig, wir mögen den Espresso lieber. Und ich mach mir dann halt manchmal noch Milchschaum drauf. Aber so überwiegend trinke ich Earl Grey, so eine richtige Kaffeetante war ich noch nie. Schönes Wochenende!

  16. Liebe Gabi,
    das ist doch die perfekt minimalistische Art, Kaffee zu machen! Kein elektrisches Gerät mehr, keine Spezial-Pads, die Reinigung super easy… ich bin sicher, die meisten Leute wissen gar nicht, dass es eigentlich auch so geht. Auch wenn das Prinzip der French Press es ja eigentlich schon vorgibt. Ich bin schon länger keine Kaffeetrinkerin mehr. Hatte aber lange noch einen kleinen Espressokocher. „Für Gäste“. Und inzwischen… hebe ich nichts mehr „für Gäste“ auf. Erstens kommt sowieso fast niemand. Und zweitens: Diejenigen, die kommen, trinken bisher eigentlich alle auch gerne eine schöne Tasse Tee und werden wohl kaum sterben, wenn sie ein paar Stunden darauf verzichten müssen. Aber es ist eine gute Idee, wenn sich jemand mal länger bei mir einquartieren sollte: Mit deiner Methode kann ich dann sogar das zur Verfügung stellen. Liebe Grüße!

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