Besser passend als zuviel

Konsum-Exzesse

Neulich entdeckte diesen Beitrag vom WDR, in dem es um Kinder und ihr Spielzeug geht : „Der Spielzeug-Exzess – Mit Spielzeug überschüttet. Was macht der Überfluss mit Kindern?“  Endlos viel Plastikkrimskrams, jede Menge Verpackungsmüll. Und was auch mir seit Jahren besonders auffällt: Die Spielzeuge sind in ihrer Anwendbarkeit zunehmend nur noch sehr begrenzt. Man kann aus den Bausteinen z.B. in aller Regel nur noch ein einziges Fahrzeug, ein ganz bestimmtes Haus etc. bauen. Dazu gibt es eine penible Anleitung. Wie kreativitätsabtötend ist sowas? Eine gesunde Entwicklung wird so nicht gefördert, für die Umwelt ist es ohnehin ein Desaster.

Den Konsum-Exzess am Lebensende wieder loswerden

Es sind nicht nur die Dinge, mit denen wir die Kinder überfluten. Als ich sah, wie Bert die Hinterlassenschaften seiner verstorbenen Mutter ausmistet, war ich beeindruckt und dachte: Ja, typisch. Bert ist letztlich auch nur einer von vielen Menschen, die in der gleichen Situation stecken: Die Hinterlassenschaften verstorbener Menschen loswerden. Nicht jede/r nimmt sich so viel Zeit. Das meiste kommt ohnehin nur in den Container und damit auf den Müll. Die Frage ist trotzdem: Was mutet man den Hinterbliebenen eigentlich zu, wenn man so endlos viel Zeugs hinterlässt? Und was mutet man sich zu Lebzeiten mit den überquellenden Schränken eigentlich selber zu? Die Schweden und ihr Döstädning (Aufräumen vor dem Tod) machen es besser. Sich vorher kümmern! Das hilft dann auch zu Lebzeiten. Die Dinge in Menge und Qualität an die jeweiligen Bedarfe angepassen, macht mehr Sinn.

 

Besser passend, als zuviel: Bedarfe ändern sich auch bei mir

Natürlich ändern sich im Laufe der Jahre auch meine Bedarfe und damit das, was für mein Wohlergehen wichtig ist. Gesundheitliche Aspekte rücken aktuell mehr in den Vordergrund und damit einige Veränderungsprojekte:

Adé Futon

Wie bekannt, liebe ich Futons und Kapokmatten. Trotzdem habe ich sie inzwischen gegen eine normale, aber sehr gute Matratze ausgetauscht.

Zwei Holzpodeste mit Matratze darauf

Diese hatte bei Tests sehr gut abeschnitten und es gibt die Möglichkeit, sie 100 Tage lang testen und ggf. zurück geben zu können, wenn sie nicht gefällt. Die Haltbarkeit ist auf 10 Jahre ausgelegt. Ich werde die Matratze behalten. Hintergrund ist, dass ich für meine Lendenwirbelsäule (mit einem von Geburt an gespaltenem Wirbelbogen) eine harte Unterlage benötige. Die harte Unterlagen (also Futon oder Kapok) machte aber seit einiger Zeit zunehmend Probleme in der Beweglichkeit von Hüfte und Schultergelenken. Noch vor einigen Jahren hatte ich damit kein Problem, inzwischen schon. Was sich anfangs für mich anfühlte, als wäre meine Welt auf den Kopf gestellt, genieße ich inzwischen. Ich habe jetzt erstmals die harten Stellen der Matratze genau da, wo ich sie benötige, aber es gibt auch Stellen, die mehr nachgeben – auch genau da, wo ich es benötige. Bei früheren, handelsüblichen Matratzen war das jeweils ein komplettes Desaster.

Küche anpassen

Küchenzeile, weiße Schränke mit Holzplatte, Spülbecken, Einzelkochplatte und Schreibtischlampe als Beleuchtung

Die Küche werde ich absehbar nochmal rückenfreundlicher gestalten. Der Spülenbereich wird erhöht und nochmal besser auf meine Körpergröße abstimmen. Ich werde noch stärker auf eine Modulküche mit unterschiedlich hohen Arbeitszonen setzen. Die endgültige Umsetzung und Fertigstellung wird vermutlich noch etwas dauern, aber das ist egal. Derzeit laufen einige Vorüberlegungen und Vorbereitungen. Die ziehen sich wegen aktuell geschlossener Geschäfte noch ein bisschen hin.

 

Küchensofa anpassen

Küchensofa mit drei Naturbildern darüber

Ein weiteres, noch ungeklärtes Zukunftsprojekt ist nochmal eine Anpassung meines Küchensofas. Dieses ist bereits selbst konstruiert, extra etwas höher und ebf. auf meine Körpergröße mit den im Verhältnis relativ langen Beinen ausgerichtet. Die Rückenkissen sind aber für meinen defekten bzw. unvollständigen 5. Lendenwirbel zu weich. Hier muss ich noch nachbessern. Ich bin noch in der Ideenfindungs-Phase. Mal schauen wie ich das löse.

 

Leben ist Bewegung und Veränderung

Leben ist Bewegung und Veränderung. An alten Dingen und Gewohnheiten festzuhalten, wenn sie nicht mehr ins aktuelle Leben passen, war noch nie mein Ding. Statt irgendwelcher Konsumexzesse, lebt und bewegt es sich deutlich einfacher, wenn man jeweils schaut, was wirklich in das aktuelle Leben hinein passt. Ich genieße es, loslassen zu können. Damit bin ich nämlich flexibler und freier. So habe ich viel mehr Lebensqualität, anstatt in angesammelten Kram irgendwann unbeweglich und unzufrieden zu werden.

48 thoughts on “Besser passend als zuviel

  1. Liebe Gabi,

    ich habe den Beitrag über die Kinderzimmer voller Spielzeug auch gesehen und dachte bislang, dass meine 3 Söhne schon viel Auswahl haben, letztlich kommen wir zum Glück mit weniger Spielsachen aus, begrenzen die Schenkanlässe auf Geburtstag und Weihnachten. Die Großeltern haben immer Geld dazu gegeben, was wir oft für spätere Verwendung zurück gelegt und nicht gleich in ein Spielzeug umgesetzt haben. So war es dann auch möglich z.B. ein Fahrrad für den längerfristigen Gebrauch oder Klavier- und Tanzstunden zu kaufen, wenn der Bedarf da war. Manche Geschenke haben wir auch selbst gebraucht erworben und den Kindern war das letztlich egal, den Zweck erfüllten diese Geschenke trotzdem. Glücklicherweise konnten die Spielsachen von Sohn zu Sohn weitergegeben werden und sind zum Teil noch so gut bespielbar, so dass eine erneute Weitergabe an den Kindergarten oder auf ebay Kleinanzeigen möglich war.

    1. Das zeigt, dass wenn Familie/Verwandte bei Kindergeschenken zusammen überlegen und Lösungen finden, dann auch gute Lösungen heraus kommen. Nur einen Teil des Geburtstagsgeldes für Spielzeug zu verwenden und den Rest für spätere Verwendung, wie Fahrrad oder Klavierstunden etc. ist doch eine prima Sache. So etwas ist nunmal auch recht teuer und die Kinder freuen sich auch darüber und habe längerfristig etwas davon.

  2. Zum Thema Matratze möchte ich beifügen, dass in vielen Fällen nicht die Matratze grundsätzlich das Problem ist, sondern die Lage, Stellung und die ( zu vielen Kissen ) die Ursache) für Beschwerden, Schmerzen sind. Dazu geben zahlreiche Beiträge von Liebscher und Pracht auf YouTube hilfreiche Erkenntnisse. Man staunt so manchmal wie man selber, ja das ich, festgefahren ist in Ansichten oder Usanzen. Mann und Frau lernen nie aus. Das ist doch positiv, so fühlst du dich noch jung und lernfähig.

    1. Ja, und Dinge nutzen sich auch ab. Die beste Matratze könnte nach fünf oder zehn Jahren trotz Umdrehens Abnutzung zeigen. Man gewöhnt sich leider daran bis es nicht mehr auszuhalten ist

  3. Hallo Gabi,
    danke für deinen schönen und bereichernden Blog, es ist immer wieder inspirierend für mich darin zu lesen.
    Zum Thema Spielzeug bin ich sehr froh, dass unsere Kinder groß sind, Aussortieren war nie ein Problem, aber anstrengend. Sachen zu kaufen geht immer ganz einfach, sie aber gut wieder loswerden. Puh!
    Mittlerweile überlege ich sehr genau, was angeschafft wird und was nicht.
    Bei meinem Enkelsohn 4, ertappe ich mich auch immer wieder vorm Legoregal.
    Besser wäre es beim Thema Schenken- immer wieder selbst kreativ zu werden. Er freut sich riesig über Post im Briefkasten, Stöcke, Steine, Verpackungen und besonders über gemeinsame Aktionen. Feuer machen, Experimentieren, Knete kochen, Geschichten vorlesen, Kuchen backen…
    Liebe Grüße
    Kiki

    1. Sachen lassen sich schneller kaufen, als loswerden – der Klassiker! Eine mühsame Sache, hat man ja nicht nur bei Dingen für Kinder. Gerade jüngere Kinder sind auch sehr dankbar, wenn man sich einfach mal Zeit für sie nimmt und gemeinsam etwas unternimmt.

  4. Hallo Gabi!

    Ich habe das meiner Großeltern leer gemacht und das Haus meiner Eltern war nicht besser. Es ist eine Katastrophe!
    Da werden Dinge aufgehoben, wovon niemand mehr etwas weiß. Auf den Dachboden oder in den Keller gebracht. -Aus den Augen aus dem Sinn.- Unglaublich.
    Wir leben nicht so minimalistisch wie du, aber wir haben den Überblick. Was aber auf absehbare Zeit nicht mehr gebraucht wird, wird weggegeben, verschenkt oder gespendet. Es soll hier nicht so enden wir bei meinen Vorfahren.

    Unsere Kinder sind schon erwachsen. Damals fing das aber schon an, dass man mit Baukästen nur spezielle Sachen bauen kann. Ich habe die mit Ansicht nicht gekauft und sie wurden auch nicht „angefordert“.
    Der Trick, Spielzeuge mit denen eine Zeit lang nicht gespielt wurde, auf den Dachboden zu schaffen und nach einem halben Jahr wieder runter zu holen, hat bei uns immer gut funktioniert. Nach einem halben Jahr wieder etwas „Neues“ zum Spielen zu haben, wurde immer gern angenommen. (Natürlich haben die Kinder gewusst, dass die „neuen“ Spielsachen aus ihrem Bestand waren, aber sie rückten dann ganz neu in den Fokus.)

    1. Der Spielzeugtrick ist uralt, aber hervorragend. Er überfordert Kinder nicht, macht ihnen sogar Spaß und sorgt für Abwechslung.
      Ich finde es komplett egal, ob man nun ein paar Teile mehr oder weniger hat. Aber den Überblick haben und weder sich, noch andere mit den Dingen überlasten, ist eine wunderbare Sachen.

    2. Das hätten wir nie gemacht, so viel Spielsachen hatten die Kinder auch nicht, dass man etwas unbemerkt oder ungefragt hätte wegstellen können. Es wurden Dinge gemeinschaftlich aussortiert, als der Platz knapper wurde. Ein bis zwei Kisten wollten sie aufheben. Was sie später damit machen bleibt ihnen überlassen. In den Zimmern (Bettkasten) sind noch Dinge , Lego etc. die nicht mehr bespielt werden. Es kommt der Tag, wo damit etwas passieren muss. Wahrscheinlich wird es vererbt oder vielleicht auch verkauft. Zu früh dafür, Kinder entwickeln sich verschieden, keiner sollte jedenfalls das Gefühl bekommen, dass man ihm etwas wegnimmt.

      1. In TV-Beiträgen wird ja gerne auch mal die etwas extremere Variante genutzt. Aber ganz daneben ist es nicht. Viele Kinderzimmer sind total mit Zeug zugerümpelt. Allerdings würde ich Kindern auch nie ernsthaft nur ein paar Pappkisten ins Zimmer stellen. Es ist wie immer eine Frage des Maßes.

        1. Die Zuschauer sollen dran bleiben. Diese Experimente mit den Kartons sind pädagogische Eintagsfliegen auf Anordnung. Der Typ, der das eingefädelt hat muss es ja nicht über Wochen, Monate, Jahre ausbaden….

          1. Ich vermute fast, der Pädagoge hat da mal eine beispielhafte Idee eingebracht, die das TV gemäß des TV-Formats dann aufgegriffen und umgesetzt hat. Aber ich verstehe schon was du meinst. Tagein, tagaus als Eltern den Alltag stemmen ist schon eine ziemliche Herausforderung. Da reichen natürlich auf Dauer ein paar Pappkisten nicht. Extreme – in welcher Richtung auch immer – sind selten das richtige Maß.

  5. Die Doku habe ich auch gesehen – und war teilweise sprachlos. Dieser ganze (Verpackungs-)Müll! Wie so oft in den letzten Jahren ist da für mich spürbar, dass das „Spielzeug“ nicht mehr für die Kinder produziert wird, sondern v.a., damit die Firmen Geld damit verdienen. Die Konsequenz ist ein vermüllter Planet und völlig überdrehte Kinder, die gar keine Chance haben, Kreativität zu erlernen. Gleichzeitig wird genau das immer mehr in der Arbeitswelt gefordert. Woher soll diese Fähigkeit denn später kommen? Wenn die Kinder das gar nicht lernen können?

    Ich mag deine Posts über die Veränderung deiner Wohnung sehr, liebe Gabi! Darf ich fragen,ob diese Matzratze ein K und zwei P im Namen hat? Ich suche schon seeehr lange nach neuen Matratzen, die bezahlbar sind und nicht zu weich, aber auch nicht knallhart. Unsere alten von Ikea sind einfach durch.
    Zum Thema kreative Möbellösungen: Ich suche seit Monaten niedrige Nachttische, weil wir aktuell nur auf Lattenrosten schlafen. Nun habe ich eine Schreinerei entdeckt, die Fußbände herstellt und diese auch nach eigenen Maßen produziert. Wunderbar, nun kann ich endlich den für mich indivuell passenden Nachttisch in Auftrag geben.

    1. Das, was ich jetzt noch so verändere in der Wohnung, sind genau genommen Optimierungen – beispielsweise endlich die Möbel so, dass sie für meine Körperlänge besser passen, etc.. Außerdem interessiert es mich, möglichst wenig Aufwand mit Haushalt zu haben oder unnötige Technik zu vermeiden (geht zu schnell kaputt).

  6. Als Oma fällt es mir manchmal schwer mich zurück zu halten und den Enkeln nicht doch etwas mitzubringen.Daran arbeite ich noch.Auch wenn mir gute Bücher und kreatives Spielzeug am Herzen liegen,ist es von der Menge bzw Häufigkeit zu viel.Die Kinder legen sich so eine Art Erwartungsha ltung an,das es ja immer irgendetwas Neues gibt.Vielleicht bin ich zu bestrebt bloß keine Langeweile aufkommen zu lassen.Mit meiner Matratze hadere ich seit langem,doch fehlte letztendlich das Geld um etwas passendes zu finden.Wenn,dann möchte ich diesbezüglich keine Kompromisse machen und dann doch nicht richtig zufrieden sein.Der Gedanke meinen Kindern eine Menge Arbeit zu hinterlassen hat mich auch schon bewegt vieles auszusortieren.2004 starb mein Vater und da ich das einzige Kind von ihm war,gab es viel für mich zu tun,denn meine Mutter war auch nicht mehr in der Lage dazu.Daher weiß ich wieviel sich in so einem Leben ansammeln kann.

    1. Die Kinder haben ja letztlich den gleichen kurzen Schub an Glückshormonen, wenn es etwas Neues gibt. Und dann sehen die Kinder so glücklich aus – das macht es schwierig.

      1. Ja,das stimmt!Aber jetzt wo ich es schreibe wird mir immer klarer das die Beziehung und Zuwendung an sich die wichtigste Basis ist.😊

  7. Ich habe mir den Bericht über die Kinder und ihr Spielzeug angesehen und es hat mich gegruselt. Aber es deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen, dass Kinder mit zu viel Spielzeug ganz kirre werden, weil sie mit der schieren Menge überfordert sind. Ich gehöre noch zu der Generation in der vor Weihnachten oder vor dem Geburtstag der Kaufmannsladen und die Petra-Puppe verschwanden, um dann neu bestückt und neu eingekleidet wieder auf dem Gabentisch aufzutauchen. Die geringere Menge an Spielsachen wurde meiner Meinung nach viel länger und intensiver bespielt, als es heute üblich ist. Auch gehörten Kleidung oder Schulsachen wie ein Zirkelkasten zu den Geschenken. Diese Geschenke kamen in Absprache mit den Eltern in der Regel von den Großeltern und waren sehr willkommen. Die Großeltern hatten mehr Geld als die Eltern und kauften die schönere Sachen.

    1. Ich bin mir sicher, dass ich als Kind auch unendlich viele Wünsche hatte, obwohl ich mich nicht daran erinnern kann, aber ich möchte mit den Kindern von heute nicht tauschen. Spielzeug kaufen und schenken macht Spaß, aber wichtiger ist ein Vati, der im Sandkasten mit den Kindern eine Murmelburg baut und eine Mutti, die mit den Augen zwinkert und so tut, als ob eine Wäscheklammer ein wildes Krokodil sei, das die Kinder zwicken will.

  8. letztes Jahr habe ich einem 4 jährigen einen Dumper(LKW) aus Holz gebaut.2 fache Verwendung zum spielen. Der Vater kauft jede Woche neues billig Spielzeug aus Plastik., der LKW wurde entsorgt. Stunden habe ich gesägt, geschliffen, stabil gebaut. Seine Meinung dazu, ist kein Plastik!
    Richtig sauer bin ich immer noch, wie unüberlegt man so eine Meinung vertritt. Wie kann man in der Pandemie seine Kinder fördern, eine gesunde Meinung beibringen.

    1. Wer so undenkbar ist, dem ist nicht zu helfen. Selbst wenn das Holzteil nicht so toll gewesen wäre hätte doch gezählt, ob der Junge damit spielt.

  9. Ich muss gestehen, ich hatte leider auch mehrere Fehlkäufe, was Schlafangelegenheiten betraf. Meinen sorgsam ausgewählten Futon (hat jemand Interesse an einem Rollfuton?) muss ich leider loswerden, da ich auf dem nicht schlafen kann. Ich hatte mir extra zusätzlich noch eine gute Klappmatratze (also kein billiges Schaumstoffteil) besorgt, in der Hoffnung, dass dann beides aufeinander komfortabel sei. War es nicht. 🙁
    Die Klappmatratze nutze ich jetzt in geklappter Form als Sitz.

    Meine Bettlösung: Eine Hängematte. (Nicht so ein Freizeitding für den Garten, sondern eine brasilianische zum quer drin liegen.) Bisher bin ich da seeeehr zufrieden mit. Ich hoffe, es bleibt so! Ich liebe die Lösung. Sich nachts in den Schlaf schaukeln, 2m² mehr Platz tagsüber, keine Bettwäsche oder Kopfkissen nötig.

    1. Ich glaube, viele von uns fänden es klasse, wenn es irgendeine ultraperfekte Allerwelts-Lösung gäbe, mit der wir alle klar kommen. Schön wärs. Hängematte ginge bei mir gar nicht, aber klasse, wenn es bei dir funktioniert.

      1. Och eine Standartlösung für alle erwarte ich nicht und ist wohl auch sehr utopisch, so unterschiedlich wie die Menschen sind.
        Aber schön wäre immerhin, wenn man für sich selbst eine passende Dauerlösung fände und der Körper nicht entscheidet, irgendwann dann doch nicht mehr damit zufrieden zu sein, so dass man sich schon wieder eine andere Lösung zulegen muss! :-p

  10. Ja super, endlich eine Matratze.
    Meiner Meinung nach, war es nur eine Frage der Zeit. 😉
    Ich bin noch keine 35 Jahre alt und bekomme Probleme mit den Schultern und dem Lendenwirbel, wenn die zu hart liegen, aber schon lange. Ich bin Seitenschläfer, liege also auf den Schultern, auf dem Rücken kann ich nicht schlafen.

    Es sieht jetzt fast aus wie bei mir. Auch ich habe ein Küchensofa. Mein Bett ist nur breiter als deins und ich habe auf dem Küchensofa und meinem Bett die gleiche Matratze liegen, nur für’s Bett in größer.

    Als Rückenkissen empfehle ich dir auf jeden Fall größere, damit der gesamte Rücken gestützt ist. Bei mir waren beim Tagesbett welche dabei. Ich bin zufrieden mit denen. Meine Kater liegen auch sehr gerne auf denen.

    Eine erhöhte Küche ist ab einer bestimmten Körpergröße schon wichtig. Hatten meine Eltern mit einer alten Küche auch gemacht, einfach für meinen Vater höher gesetzt, weil er größer ist und meistens gekocht hatte.

    Danke, dass du uns immer auf dem laufenden hältst, was deine funktionale Einrichtung angeht. 🙂

    1. Ich hatte bis vor einigen Jahren nie irgendwelche Probleme mit harten Unterlagen – im Gegenteil. Aber so schnell kann sich das ändern. Es ist halt immer eine ganz individuelle Sache. Guter Schlaf ist wichtig.
      Meine Küche ist bereits etwas höher, aber im Spülbereich nicht hoch genug. Ich habe ja keine Spülmaschine. Da brauche ich mind. 100 cm Höhe, damit es komfortabler ist. Den niedrigeren Kochbereich (90cm plus die Herdplatte) finde ich dagegen sehr angenehm.

  11. Hallo Gabi,
    durch die Modulmöbel bist du eindeutig im Vorteil. Trotzdem ist es ein enormer Aufwand und das Risiko von Fehlversuchen besteht. Manches muss man ausprobieren bevor man es beurteilen kann, da kann der Kopf nicht unbedingt vorausplanen. Bei der Matratze ist es dir ja gelungen.

    Ich selbst hadere seit Jahren mit Bett, Lattenrost und Bettgestell. Wir haben die Teile seit über 12 Jahren. Neulich habe ich angedroht mir irgendwo etwas hinzustellen, um gutes Schlafen hinzubekommen. Das Risiko für zwei etwas irgendwie passendes zu bekommen ist gegeben.

    Zu den Klemmbausteinen : ja Anleitungen und Spezialbauteile. Das hat meine Kinder aber nicht davon abgehalten alles zusammenzukippen und frei zu bauen. Die von manchen Ideologen propagierte möglichst medienfreie Kindheit haben wir nicht so hart gemacht. Unsere Kinder sollen keine digitalen Analphabeten werden. Lego war mit 7/8 Jahren durch. Die Zielgruppe sind heute Erwachsene, an Kinder wird nicht mehr so verkauft, auch wenn da 12 oder 8 draufsteht.

    1. Ich finde, diese Klemmbausteine mit den 4 Buchstaben gehen ja letztlich noch. Ich habe sie meinem Neffen jahrelang geschenkt und darauf geachtet, dass es möglichst lange multifunktional ist. Das Zeugs hält ja auch. Deine Kinder sind ja prima damit umgegangen. Schlimmer: Dieser ganze Fastfood-Spielzeug-Schrott, dann die endlosen und ständig neuen Figuren von irgendwelchen Filmen – der blanke Horror. Kinder müssen auch lernen, mit Medien umzugehen. Verbot macht das Zeugs nur interessant.

      1. Ha, meine Kinder waren resistent was diese Lizenzgeschichten angeht. Ein bisschen StarWars Lego hatte ihnen gereicht, dann wären sie da schon rausgewachsen. Mir ist vieles erspart geblieben , wenn ich zurückblicke. Dafür wurden etliche Taler in Hardware und Software versenkt, aber die nehmen nicht so viel Platz weg wie dieser Einwegmüll der Spieleindustrie, haha.

  12. Hier (Raum Stuttgart) gibt es die Traumfabrik. Sie fertigen Matratzen, Bettdecken oder Kissen nach Standard- oder individuellen Größen. Man kann probeliegen. Ist nicht teurer .

    Vllt. gibts bei euch auch eine Manufaktur?

  13. Für die Rückenpolster kämen evtl. Rückenkissen vom Baumarkt/Gartenabteilung in Frage. Da kann man wenigstens in Ruhe Probe sitzen. Bin da selber noch auf der Suche für.

    Erschreckend, dass ich die Mengen von der verstorbenen Mutter wenig fand. Kaum jemand hat ein weitgehend leer stehendes Haus oder eine große Wohnung. Habe Wohnungen ausräumen früher als Nebenjob gehabt. Was da immer zusammen kam. Das war aber normal und hat niemanden weiter interessiert.

    Viele Grüße

    Sonja

    1. Ich habe eigentlich schon orthop. Kissen (in Dreiecksform). Ich hoffe, ich kann sie mit anderer, festerer Füllung ergänzen. Ansonsten sind die Gartenmärkte und Co. eine gute Idee – wenn sie mal wieder halbwegs problemlos zu besuchen sind.

      Oh, Wohnungen ausräumen als Nebenjob… und Berts Mutter hatte wenig…? Lieber Himmel 😱

      1. Ländliche/ kleinstädtische Gegend. Schuppen, Keller, Dachboden… alles voll gestellt.Schon allein die Gartengeräte…..immens.
        Ist heutzutage wohl kaum anders, wie ich desletzt bei Landausflügen sehen konnte.

      2. Hallo Gabi, vielleicht wäre eine zweistufige Rückenstütze eine Lösung für dich. Kennst du die Meditationskissen mit Dinkelspelz als Füllung? Die kann man solange reduzieren bzw. auffüllen, bis es passt.
        Und auch gut dreieckig formen z. B.. Keine Ahnung, wo es diese Spelze gibt, aber kann nicht die Welt kosten. Und darüber evtl. noch eine weichere Lage in einer Extrahülle für mehr Komfort.
        Ich hatte totales Glück mit meiner Matratze. Hatte kein Geld mehr für mein Traumbett und ein nahezu unbenutztes Gästebett geschenkt bekommen, samt Matratze. Man vermutet, die war mal vom Aldi….sie ist jedenfalls besser für mich als alles, was ich schon mal hatte. 🙂 so kann’s auch mal gehen…

        1. Das wäre auch noch mal eine Überlegung wert. Dinkelspelzen wären nicht so weich, es bräuchte aber dann den genau passenden Bezug, damit es auch wirklich entlastet. Mal schauen… Danke für den Tipp!

  14. Danke! Bei mir hat sich auch einiges verändert. Mitte März bin ich mal zum Arzt, der mich ins Krankenhaus schickte. Die Probe war leider schlecht, also OP Mitte April. Die lief jedoch gut.

    Nun habe ich Zeit, alles zu sortieren. Was ich dringend brauche sind Schuhe! Katastrophe! Ganz kurz hatte das Sportgeschäft geöffnet, ich jedoch nicht gekonnt. Ärgerlich!

    Du erwähnst „Death-Cleaning“. Für die Angehörige fällt es leichter auszuräumen,. Vieles ist selbstverständlich geworden. Man ist dessen nicht mehr bewußt. Dabei bin ich für mein Krust verantwortlich.

    Ich pack im Geiste für die Reha. Was muss mit? Was brauche ich? Was möchte ich vorfinden, wenn ich zurück komme? Alles andere fliegt!

  15. Danke für den Ar***tritt, Gabi. Hab schon alles abgebaut. Die neue Matratze wird morgen gebracht. Die alte verkaufe ich. Man sollte sich gar nicht lange aufhalten mit solchen Fehlkäufen.

  16. Ich frag mich auch schon länger, ob ich mir meine frühere Sofamatratze vom Sofa davor wieder bestelle und hochschleppen lasse. Solange es sie noch gibt. Auch, wenn sie nur 1,40m breit. Sie war immer zu kurz. Mit der neuen kommen meine Wirbel nicht klar. Obwohl die Materialien fast identisch sind. Zu hart. Passt wahrscheinlich gar nicht auf das größere Sofa jetzt. AAAAAA!!! Ich hab ja sonst nix zu tun …

    1. Oh je… Fast hätte ich gesagt: „Schön, dass es nicht nur mir so geht“ … Aber ist ganz klar überhaupt nicht schön. Aber warum zu kurz: Nutzt du sie quer? Länge ist ja i.d.R. 190-200cm.
      Die Industrie produziert natürlich nach irgendwelchen Durchschnittsnormen, passt ja für die meisten Leute und ist kostengünstiger.
      Wenn man – aus welchen Gründen auch immer – irgendwie nicht in diesen Durchschnitt reinpasst (zu groß, zu klein, zu viele Wirbel, zu wenige Wirbel, kaputte Wirbel oder sonstwas) wird es schwierig. Das geht nur mit Ruhe, Geduld, suchen, sich selbst was überlegen…

      1. Es gibt hier die Traumfabrik. Sie machen auch Massanfertigungen. Man darf auch probeliegen. Matratze, Bettdecke, Kissen. Wie aktuell ist, kann ich nicht sagen.

        Hier ist Raum Stuttgart. Vllt. gibts bei dir auch was?

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