Abstellkammer und Klimaklasse

Abstellkammern haben üblicherweise die Eigenschaft, Chaos regelrecht anzuziehen. Tür auf, Kram rein, Tür zu. Ich habe daher von Anfang an darauf geachtet, dass Chaos erst gar nicht entsteht. Mein Thema ist eher: Was genau bringe ich dort unter? Mal war es dies, mal das. Lange Zeit auch mein Minikühlschrank. Aber der steht wieder in der Küche und das aus folgendem Grund:

Klimaklasse…?

Mein Kühlschrank stand lange in der Abstellkammer. Dort hörte ich ihn nicht surren. Die Abstellkammer ist insbesondere im Winter etliche Grade kühler, als der Rest der Wohnung. Mein Minikühlschrank muckte irgendwann, kühlte nicht mehr, war letztlich hinüber. Ich hatte etwas übersehen: Die Klimaklassen von Kühlschränken. Die fiel mir erst beim neuen Minikühlschrank auf. Ach so ist das: Der Minikühlschrank hat Klimaklasse ST und das bedeutet: Subtropisch mit Raumtemperatur bei 16-38 Grad. Im Winter ist es in der Abstellkammer oft nur 12 Grad, an besonders kalten Tagen noch deutlich weniger. Oh…!

Thermometer mit Anzeige bei 12 Grad plus

Aufkleber mit technischen Daten des Kühlschrankes. Darauf der Hinweis auf die Klimaklasse
Der Minikühlschrank steht nun also wieder in der Küche, weil er eine Mindestwärme braucht. Wie verrückt ist das? Und subtropische Klimaklasse – warum gibt es hier sowas überhaupt? Auch in den heißesten Sommern hatte ich hier nie 38 Grad in der Wohnung. Vermutlich wird argumentiert, dass auch in der kühlsten Küche mindestens 16 Grad seien und wir ja wegen des Klimawandels heißere Sommer haben…?

Mein Tipp: Wenn ihr einen Kühlschrank in einem eher kühlen Raum stehen habt, schaut mal nach, welche Klimaklasse dieser Kühlschrank hat und ob der Kühlschrank an dem kühlen Ort nicht völlig falsch steht. Hier eine Übersicht von Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaklasse

Neue Variante in der Abstellkammer

Die Abstellkammer hat nun schon etliche Änderungen erlebt. Gerade jetzt in der kühleren Jahreszeit ist es wirklich klasse, problemlos ein wenig Obst oder Gemüse dort lagern zu können. Es sind aber immer nur kleine Mengen, weil ich frisches Obst und Gemüse immer zeitnah einkaufe. Der nächste Supermarkt ist gerade mal 200m entfernt.

Das, was da ist möglichst weiter zu nutzen, ist ein pragmatisches Motto von mir. Die Trockenvorräte der Lebensmittel sind in dem ehemaligen Minikleiderschrank untergebracht(eigentlich ein Hängeschrank für die Küche). Dieser Schrank hat einiges an Macken, aber für Vorräte in der Abstellkammer (also nicht ständig im Blickfeld) noch prima geeignet. Ich habe diesen Schrank einfach auf den bereits vorhandenen Unterschrank drauf gestellt.

Außerdem passen jetzt endlich auch alle Putzutensilien, die Nähmaschine und die Werkzeugkiste in die Abstellkammer. Juchuh!

Abstellkammer mit Unterschrank und geöffnetem Oberschrank und diversen Küchenvorräten darin. Rechts daneben Staubsauger und einige Putzutensilien

Es bleiben noch einige Anpassungen in der Küche, die ich seit ca. 1 Jahr vor mit her schiebe und nun doch mal in den nächsten Wochen angehen möchte. Die Küchenunterschränke sind inzwischen fast komplett hinüber. Die Elchmöbel waren früher definitiv besser. Der Minikühlschrank steht viel zu nah an den Kochplatten. Ich will eh schon lange auf Modulküche mit besserer Spüle umsteigen. Ein paar Wochen braucht es noch Geduld – die Lieferung des Unterschranks (garantiert Elchladenfrei) dauert noch.

 

Zum Weiterlesen:

 

 

34 thoughts on “Abstellkammer und Klimaklasse

  1. Unsere Kühlschrank/Gefrierkombination ist immer voll. Wir kochen jeden Tag und was früher Beiwerk war ist nun hilfreich : der Gefrierbereich. Es ist ein großer Unterschied ob man alleine, zu zweit oder zu mehreren wohnt. Das Jonglieren mit Mengen und Resten geht ohne Kühlung kaum. Ich kann auch nicht für jeden Tag genau das kaufen, was benötigt wird. Es soll auch eine gewisse Auswahl vorhanden sein, die zusammen mit Dazugekauftem kombiniert werden kann. Von Plänen im Voraus halte ich gar nichts, weil nicht klar ist, was vom Vortag evtl. übrig bleibt. Das erzeugt Planungsstress und funktioniert sowieso nicht, da spontan doch jemand zum Essen kommt, weil Unterricht ausfiel, oder jemand kommt nicht, weil der Lehrer überzieht oder es in Strömen regnet. Es muss flexibel bleiben.
    Wäre ich alleine, würde ich das Essenswerk hier komplett runterfahren und es ohne oder mit einem Minischrank probieren.

    1. Es muss eben auch praktisch und gut handbar sein. Bei Familien ist das logischerweise besonders wichtig. Ich fände es aber auch für mich wunderbar, ich hätte wieder ein Technikgerät wie Kühlschrank weniger. Aber bei mir komplett unrealistisch. Klassisches Beispiel, dass sich Minimalismus nicht einfach auf wenig Dinge begrenzen lässt, sondern es eher die Kunst der richtigen Auswahl von Dingen geht (und nicht mehr als nötig, was jeweils sehr unterschiedlich sein kann).

      Eher fällt mir gerade durch eine Reihe von Corona-Quarantänen im Umfeld auf, wie praktisch es ist, wenn die Betreffenden einen Gefrierschrank haben, wo sie entsprechend auch im Bedarfsfall mal ein paar tiefgefrorene Gemüse-Vorräte haben. Sowas habe ich nicht und müsste mir dann was von jemand bringen und vor die Tür stellen lassen.

      1. Moin,
        mein Dienstbeginn verschob sich grad nach hinten und so hab ich ein paar Minuten Zeit um hier zu lesen 😉

        Hab mal in einer Doku von einem „ewigen Speiseplan“ gehört. Die Idee fand ich klasse. Ob und in wie weit sich das dann umsetzen lässt, steht noch einmal auf ne anderen Blatt.
        Was generell eher gegen Planung spricht, sind spontane Essgelüste. Obwohl drastischer Fleischkonsum angesagt, überfällt mich gelegentlich Heißhunger danach.

  2. Das sind auch gerade mein Themen. Da ich keine Küche habe, sondern nur so nur eine Pantryküche suche ich seit Monaten vergebens nach eine bessere Lösung. Vor allem für den Kühlschrank mit offenem Eisfach, der der Stromfresser par excellence ist. Den muss man eigentlich jeden Monat abtauen. (Mistige Konstruktion: Die Herdplatten direkt darüber, damit die Wärme sich toll aufs Eisfach einwirkt. Grrrrrr!)
    Leider will der Vermieter nichts anderes.

    Ich habe heute den halben Tag verschwendet um nach einem Topf mit Dämpfeinsatz zu suchen, da mein Topf verbeult ist und ein neuer her muss. Ich dachte, so ein Einsatz kann auch gleich als Standsieb herhalten und ich hätte ein Teil weniger.
    Aber wenn man Rezensionen liest, sind heute alle Töpfe aus China und Wegwerfprodukte. Es ist zum Heulen.

    1. Je nach dem, was für ein Platz du hast: Hast du schon mal an Kochplatten gedacht (Induktion oder Ceran)? Die kannst du überall aufbauen, wo eine Steckdose in erreichbarer Nähe ist. Dann wäre schon mal die ungünstige Kombi aus Herdplatten oben und das offene Eisfach direkt darunter weg, was ja auch echt komplett gaga ist. Die Kochplatten vom Pantryteil könntest du ja einfach abdecken, da hättest du gleich ein bisschen Arbeitsfläche – oder Platz für die Kochplatten.

      1. Hallo Gabi!

        Einen 2-Platten-Kocher auf die 2 Herdplatten der Kühlschrank-Herd-Kombi zu stellen hatte ich auch schon überlegt, obwohl das ja eigentlich auch absurd ist. *g*

        Eigentlich wollte ich meine Ernährung so umstellen, dass ich so gut wie nicht mehr koche, aber jetzt im Winter wird das nicht wirklich was, da mir dann doch ab und zu nach etwas warmen ist… Mal sehen. So eine wirklich optimale Lösung, fürchte ich, gibt es einfach nicht für diese blöde Situation mit der Pantry-Küche. 🙁

        1. Da kann man nur schauen, einfach das bestmögliche aus der Situation zu machen. Wenn man schon mal eine Spüle hat, finde ich, kann man den Rest auch gut improvisieren. Wenn ich mir dagegen vorstelle, wegen jedem Wasser und wegen jedem schmutzigen Teil erst ins Bad ans Waschbecken zu gehen… Oh je…

          1. Oh, die Situation hatte ich auch schon, als ich ein Jahr im Ausland gewohnt habe. Ehrlich gesagt macht das kaum einen Unterschied, wenn die Wohnungen so klein sind, dass es aus dem Schlaf-Wohn-Arbeits-Esszimmer entweder ein Schritt geradeaus in die „Küchenzeile“, oder ein Schritt nach rechts ins Bad ist. Wenn ich meinen Wasserkocher, der auf dem Schreib-Wohnzimmer-Esstisch steht, auffülle, gehe ich tatsächlich mal hier mal da. Kommt aufs selbe hinaus.
            Wenn nur ein Waschbecken im Bad ist, wird man sogar noch ordentlicher, da man gezwungen ist direkt nach jedem Essen abzuwaschen und nicht erst vor der nächsten Mahlzeit. 😉
            Das enge stört mich weniger als die Unmöglichkeit einfach sagen zu können, weg mit dem Stromfresserkühlschrank und her mit einem Minikühlschrank.

          2. @Daniela da hält der Minimalismus für jede/n eine andere Form von Herausforderung bereit: Was brauche ich wirklich? Was ist mir wirklich wichtig?

    2. Es scheint immer in die gleiche Richtung zu gehen (wenn man nicht eine gut brauchbare Küche vom Vermieter hat): Entweder sauteuer oder man improvisiert so vor sich hin. Mich hat das schon in den 80ger-Jahren genervt. Ich wollte 2 gewöhnliche Küchenunterschränke von je 50cm. Das, was mir gefiel sollte 700 DM kosten! Habe ich natürlich nicht gekauft. 700 DM nur um Küchenkram unterzubringen, wo ich eh noch nie eine leidenschaftliche Köchin war und Küche nur Mittel zum Zweck (Hunger, also Essen zubereiten – fertig). Also sah es meistens so aus: https://achtsamer-minimalismus.de/2018/03/09/mein-leben-mit-weniger-dingen/

      1. Das war auch meine Überlegung, Gabi, ob ich beim Herd in der neuen Wohnung die Sicherung abstelle, das geht doch bestimmt und eine Holzplatte auf das Ceranfeld lege. Die gibt es ja zu kaufen. Meine beiden Ikea Induktionsplatten mitnehme und nicht verkaufe. Ich nutze nur noch eine. Aber sie spart Strom und ich bin das schnelle Kochen darauf jetzt gewöhnt. Den Backofen erst gar nicht benutze, sondern die Mikrowelle mit Grill. Geht schneller zu putzen und ich steh nicht gerne lange rum.

        1. Herd und Backofen haben in der Regel eine eigene Sicherung. D.h., die kann man auch im Sicherungskasten ausstellen. Das ist dann ja auch sicherer, wenn man es eh nicht nutzt.
          Darüber hinaus, sollte sich die Küche an den Bedarf der Menschen anpassen, nicht der Mensch an irgendwelche Standards, die sich weiß der Himmel mal irgendwer ausgedacht hat.

  3. Hallo Gabi, da ich bald umziehe bin ich auch auf der Suche nach einer guten minimalistischen Küchenlösung. Was hast du denn nun statt der Elchküche geplant bzw.gefunden?

    1. Ich stelle wieder auf Modulküche um, d.h., alles einzeln. Das ist nicht für jeden was, aber für mich passt es besser. Ich koche ja nicht für eine Großfamilie. Konkret habe ich mir einen Spülenschrank bestellt. Die Auflagespüle (früher Nirosta-Spüle genannt) dafür habe ich bereits (die ist viel unempfindlicher und robuster als die Einbauspülen). Den Värdeschrank mit den Silberschubladen behalte ich (der ist klasse) und dann fehlt mir noch ein Einzelschrank, wo noch.ein paar Sachen untergebracht werden müssen.

      1. D.h., ich werde dann nicht Küchenmöbel eines einzigen Herstellers haben, sondern von unterschiedlichen Herstellern/Verkäufern und ein Mix aus dem, was vorhanden ist plus neu.

  4. Das mit den Klimaklassen kannte ich noch gar nicht. Hab gerade meinen Mann gefragt. Der wusste das. Hm… man lernt nie aus.
    Um Strom zu sparen, schalte ich den Kühlschrank in der kalten Jahreszeit ganz ab, wenn ich mehrere Tage allein zu Hause bin. Unser 100 Liter-Gerät ist für unseren Haushalt völlig überdimensioniert.
    So eine Speisekammer ist ein toller Raum!
    Danke für dienen Beitrag!

    1. Die Überdimensionierung ist und war auch bei mir ein Problem. Mit den 45-Litern komme ich jetzt z.B. gut klar. Manchmal hätte ich gerne noch ein kleines Eisfach (10 Liter reichen), aber solche Varianten gibts nicht. Die 45-Liter-Minikühlschränke mit dem 0-Grad-„Eis“-fach kann man vergessen. Das ist maximal eine Kühlkammer, kein Eisfach.

      1. Schau mal hier. Den hab ich vor einem halben Jahr gekauft. Nicht größer wie ein normaler Kühlschrank (passt also unter die Arbeitsplatte) und hat ein 20 l Gefriererfach. Hatte ich in einer Doku über japanische Miniwohnungen gesehen. Meine Küche ist nämlich gerade mal 2m x 1,2m.
        https://www.klarstein.de/Haushaltsgeraete/Kuehlschraenke-Gefrierschraenke/Kuehl-Gefrierkombinationen/Big-Daddy-Cool-Kuehl-Gefrier-Kombination-87-Liter-40dB-EEK-F-Weiss-87-Ltr.html?gclid=Cj0KCQiArt6PBhCoARIsAMF5wajJ9bK6KDdspj7wenv2qr3Exvt5I45nq9LBw_XqKr7Yb9FrqVkWrnMaAt4gEALw_wcB

        1. Die Größe ist wirklich sehr schön, gerade, wenn die Küche klein ist und man nicht so viel braucht. Das Gerät hat für meinen Geschmack allerdings einen ziemlich hohen Stromverbrauch mit 200 kwh/Jahr.

  5. Interessant, da muss ich doch auch direkt mal schauen was bei meinem drin steht. Allerdings wird ihm bestimmt nicht zu kalt in der Küche, ich hab dort immer ca. 20 Grad 🙂 ich mag nicht das die so kalt ist.
    Eine Abstellkammer hätte ich auch gern gehabt, finde ich super, aber leider hatte ich in der Alten Wohnung keine und hier auch nicht. Naja, man arangiert sich halt mit dem was man hat 😀
    Hab noch ein schönes Wochenende!

    1. Die Abstellkammer war zu früheren Zeit eigentlich eine Speisekammer – als Kühlschränke noch nicht üblich waren. Irgendwas ist ja immer – ich hätte es auch nett gefunden, wenn hier gleich eine Küche fertig drin gewesen wäre. Aber irgendwie gehts ja auch so. Dir ebf. schönes WE.

  6. Wir ziehen demnächst um und brauche da auch eine neue Küche. Wenn ich das mit der Ikeaküche lese, wird mir schon etwas schlecht. Küchen sind ja eh so teuer und wir wollen nicht so viel Geld ausgeben. Mein Freund hat mir etwa das gleiche gesagt: Die Faktum-Reihe früher sei besser als die jetzige Metod. Über diese anderen Küchen da brauchen wir erst gar nicht nachdenken. Da sieht man schon, dass die vermutlich nicht so viel taugen. Da werden wir uns wohl irgendwas anderes holen. Und erstmal Küchenzeugs entrümpeln, weniger Zeug braucht weniger Schränke. 😉

    1. Das ist eh immer das Beste: Zusehen, dass es gar nicht so viel Kram ist. Letztlich finde ich, braucht man vorrangig eine Spüle, dann was zum Kochen (Herd, Kochplatten). Wo man das Kücheninterieur und Lebensmittel unterbringt, ist genau genommen ja egal. Können Küchenmöbel sein, müssen es aber nicht.

      1. Man könnte es aus meiner Sicht als ein: „Ja, aber…“ bezeichen. Hier die Garantiebedingungen: https://www.ikea.com/de/de/files/pdf/2c/e1/2ce1d8b4/hfb07-70_16_1_guarantee_brochure_kuechen_12s__01-2022_oe.pdf
        Dort steht u.a.: „ Diese Garantie gilt nicht für normale Gebrauchsspuren und Abnutzungserscheinungen sowie bei Schäden, die durch Stöße oder Unfälle verursacht wurden.“

        Wie will man entscheiden, ob und woher der Mangel kommt? Ich habe für mich entschieden, dass ich mich mit ewigem Schriftverkehr, Diskussionen und Lamentieren nicht aufhalte, sondern einfach diese Metod-Küche von Ikea nicht mehr kaufe. Insbesondere, wo es gerade mal vier Unterschränke von insg. 2,10cm sind, da lohnen sich Zeit und Nerven für mich nicht. Es gibt genügend Alternativen, erst Recht, wo 2 der 4 Unterschränke inzw. leer sind und im 3. Schrank stehen auch nur die Mülleimer. Minimalismus sei Dank. Der beste Schrank ist kein Schrank 😉

  7. Ob er Klimaklasse ST hatte, weiß ich nicht mehr, aber in den 80ern hatten wir einen selbstbewussten Kühlschrank. Wir lebten in einer Wohnung, die war im Winter bis auf zwei Zimmer (mit Holz/Kohle- bzw. Gas-Öfen) ein besserer Eiskeller. In richtig kalten Wintern hatten wir in der ungeheizten Küche Eisblumen am Fenster, innen. Wenn’s dem Kühlschrank in der Küche zu kalt wurde, hat er abgeschaltet. „Seid ihr bescheuert? In mir ist es wärmer als im Raum drumherum! Ich streike!“ Der Kühlschrank stand dann im Herbst/Winter im Wohnzimmer, schnurrte brav und zufrieden vor sich hin, weil er sinnvoll was zu tun hatte (das wollen wir ja alle gerne) und war zuverlässig bei Besuchern ein Konversations-Starter.

    Ich hab die Wohnung gemocht, sie war gut geschnitten, preisgünstig und in guter Lage zu den Öffis und damit zur Arbeit. Wir sind nicht wegen ihrer Klimaklasse (Übungsfeld für Polarexpeditionen im Winter) weggezogen, das hatte andere Gründe. Aber an den Kühlschrank denke ich immer noch gerne zurück. Der war noch ein, zwei Wohnungen weiter bei uns, hat sich aber vermutlich im Winter gelangweilt, weil er wegen Heizung in den Küchen nicht mehr umziehen durfte 😀

    1. Oh, das ist ja scharf. Das sind noch Wohnungen und Kühlschränke mit Erlebniswert. 👍 Ok, zugegeben: Eisblumen am Fenster müsste ich jetzt auch nicht mehr haben 😉

  8. In der neuen Wohnung, Mitte des Jahres, hab ich auch wieder Lebensmittel in der Küche, weil kein Extra Zimmer. Ich mag das eigentlich gar nicht mehr. Und eine neue, schöne, minimalistische Einbauküche ohne Oberschränke und mit normalem Kühlschrank und endlich ein Eisfach 😍. Glücklich bin ich gerade mit Mikrowelle mit Grillfunktion. Hatte ich das mal vorher gewusst. Muss ich keine Töpfe mehr spülen.

    1. Erstmal herzlichen Glückwunsch zur künftigen neuen Wohnung! Du hattest das ja schon länger immer mal wieder überlegt. Wenn eine Küche gleich in der Wohnung drin ist, ist das ein Traum. Wenn dann sogar passend ohne Oberschränke, um so besser.
      Mir war es auch lieber, alle Lebensmittel – auch Kühlschrank — sind in der Abstellkammer. Aber letztlich: So lange sich die Lebensmittel nicht in x verschiedenen Schränken in der Küche und sonstwo verteilen, sondern sich möglichst an einem Ort befinden, ist es auch ok. In der Küche wird nunmal gekocht. Dafür ist sie ja da.

  9. Kühlschränke sind schon was! Seit meines Experiments „Leben ohne Kühlschrank“ lebe ich tatsächlich ohne Kühlschrank. Zumindest ohne elektrischen. Von Herbst bis Frühling nutze ich den Balkon zum Kühlen von einer Handvoll Teilen, die ich vorrätig haben mag, z.B. Salat. Ansonsten kaufe ich zweimal die Woche frisch ein und stelle fest, dass sich alles wunderbar hält. Gerade das Gemüse hat einfach viel mehr Eigengeschmack, wenn es bei Raumtemperatur aufbewahrt wird. Kühlschrank ist für mich also im wahrsten Sinne „kein Thema“ mehr. 🙂

    Eine Abstellkammer finde ich übrigens super.

    1. Erst gar keinen Kühlschrank zu benötigen, ist natürlich ein Traum. Ich habe da auch schon mal experimentiert und den Kühlschrank mal für 2 Wochen ausgelassen. Ging auch, aber bzgl. Stromeinsparen war es eine Null-Nummer, könnte sein, dass das wieder Anstellen und Kühlen die gleiche Energie verbraucht hat, als hätte ich ihn ausgelassen.
      Ganz ohne Kühlgerät gehts bei mir wg. Allergien und entsprechender Lebensmittel etc. leider nicht, aber das kleine Gerät reicht mir.
      Wie machst du das im Sommer, wenn es draußen 30 Grad oder mehr ist?

      1. Also ohne Kühlschrank habe ich sehr viel weniger Stromkosten. Im Sommer mache ich es genau wie im Winter. Ich habe selten Sachen, die unbedingt gekühlt werden müssen. Von daher klappt das wunderbar. 🙂

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