Welche Dinge sind wirklich wichtig?

Brauche ich eine Hausratversicherung?

Neulich habe ich nochmal hin und herüberlegt, ob ich nun eine Hausratversicherung brauche. Es geht mir dabei weniger um die jährliche Versicherungssumme, sondern eher ums grundsätzliche Prinzip. Üblicherweise soll man mindestens 650€ oder 700€ Versicherungssumme pro Quadratmeter rechnen. In meinem minimalistischen Haushalt völlig überzogen, soviele Dinge habe ich definitiv nicht. Schon gar nicht, irgendwelche Dinge von Wert. Im Kleingedruckten gibt es gefühlt tausende Ausschlussgründe, Deckelungen und weiß ich was. Manche Versicherungen erstatten im Brandfall einerseits nur 5% der Versicherungsumme, andererseits ist tausenderlei Zusatzklimbim einschließlich großen Bargeldreserven, Schmuck und Gold versichert. Sowas habe ich alles nicht. Selbst meine gesamte Unterhaltungs- und Kommunikations-Elektronik (Smartphone von 2016, kleineres Tablet von 2018) dürfte als materieller Wert kaum erwähnenswert sein. Den höchsten materiellen Wert in meiner Wohnung hat die Waschmaschine, diese hat 599€ gekostet und ist 2 1/4 Jahre alt.

Das Drama eines Totalschadens lässt nachdenklich werden

Allerdings: Wenn man mal live mitbekommen hat, wie es wirklich ist, wenn eine Wohnung wegen eines Brandes einen Totalschaden hat, wird man nachdenklich. Und vergiss es einfach, dass man in der Kürze der Zeit, noch irgendwas aus dem Haus retten kann – rette dich selbst, alles andere ist unwichtig und Zeitverschwendung. Nicht nur das Feuer ist gefährlich, sondern insbesondere auch der extrem giftige Rauch und die Rauchverpuffung. Wie schnell sowas geht, kann man sich hier anschauen, in ca. 5 Minuten brennt alles lichterloh: Beispiel eines Zimmerbrandes.  Außerdem muss das Zeugs nicht einmal komplett verbrannt sein, der Russ reicht – da ist dann nahezu nichts zu retten. Sowas steckt in allen Poren, in jeder Ritze, auch nach der x.ten Reinigung. Dann braucht man alles neu, nicht nur Mobiliar und ein wenig Hausrat, sondern auch Kleidung, etc. Das geht dann natürlich ins Geld.

Welche Dinge sind wirklich wichtig?

Ich habe mich daher mal umgeschaut, wie umfangreich die Dinge sind, die mir wirklich wichtig sind:

  • Brille, Hörgerät: Schlecht sehen und hören, wäre mega nervig
  • Geldbörse mit den wichtigsten Karten
  • evtl. das Handy, damit wäre es bequem, alle wichtigen Dinge zu regeln und ich hätte schonmal einiges an wichtigen Daten und Informationen verfügbar, die ich dann gut gebrauchen kann.

Das sind schon mal alles Dinge, die ich in aller Regel sowieso bei mir habe. D.h., gehe ich aus dem Haus, trage ich ja schonmal eine Garnitur Kleidung und habe ansonsten alles Wichtige dabei. Die Erkenntnis gefällt mir.

Dokumente und Daten

  • Dokumente (Zeugnisse, Ausbildungsnachweise, Steuerunterlagen, Sozialversicherungsnachweise): Fast alle Unterlagen, die ich noch als Original auf Papier habe und auch benötige, habe ich zusätzlich eingescannt. Lediglich meine Sozialversicherungsnachweise aus über 4 Jahrzehnten waren mir wirklich zu aufwändig. Aber ich habe mein Rentenversicherungskonto mal klären lassen, dort ist daher alles auf dem aktuellen Stand.
  • Alles, was ich nicht zwingend als Originalpapier benötige, habe ich ohnehin grundsätzlich nur noch in digitaler Form. Das erspart mich viele Aktenordner.
  • Ich sichere üblicherweise auf USB-Stick. Über meinen Webhosting-Anbieter konnte ich mir aber auch eine eigene kleine Onlinecloud einrichten (Software: Nextcloud), so dass ich dort auch nochmal einige Daten gesichert habe. Die Offlinesicherung Zuhause nutzt mir nämlich nichts, wenn die Datenträger verloren gehen oder zerstört werden.

Wohnungsausstattung

Meine jetzige Variante gefällt mir, im Bedarfsfall wäre es aber kein Problem, auch mit deutlich weniger klar zu kommen. Wären die Dinge plötzlich weg, würde ich mein Multifunktionsmöbel und Tisch erneuern. Meine Küche könnte auch noch sehr viel kleiner und einfacher ausfallen. Ich koche zwar, allerdings aus Notwendigkeit und nicht aus Leidenschaft. So, wie es im Moment ist, ist es bequem, aber dringend nötig ist es nicht. Auch der nötige Hausrat wäre im Bedarfsfall in noch kleinerem Umfang ausreichend. Meine Waschmaschine und der kleine Kühlschrank (Kühlbox) haben sich bewährt. Daher würde ich beides auch immer wieder neu besorgen.

Kleidung/Schuhe

Dieser Bereich ist interessanterweise auch in kleiner Ausstattung recht teuer. Mir passen beispielsweise kaum Standardschuhe. Wären meine Schuhe plötzlich weg, müsste ich 140€ für ein neues Paar ausgeben. Die Sandalen liegen bei 60€.
Gebrauchtkleidung passt mir meistens nicht, auch ist sie durch das vorherige Waschen oft so stark parfümiert, dass ich darauf verzichte. Und: Wer wie ich in den 60er-Jahren in einer kinderreichen Familie aufgewachsen ist, hat sowieso kein sonderlich entspanntes Verhältnis zur Gebrauchtkleidung. Allerdings trage ich möglichst qualitativ gute, neue Kleidung und zwar möglichst lange und repariere dies auch. Selbst wenn es also nur ein paar neue T-Shirts, Hosen, Jacken, Socken und etwas Unterwäsche sind, die gerade mal für 1 Woche ausreichen, kommt dann doch alles zusammen gerechnet ein paar hundert Euros dabei herum. Aber Zahlenjonglieren möchte ich an dieser Stelle nicht. Viel wichtiger ist mir:

Lass dich nicht verrückt machen

Versicherungen leben gut von unseren Ängsten. Allerdings finde ich, gerade die Hausratversicherungen gehen von recht großen Besitztümern aus – was sie letztlich ersetzen und erstatten, ist dann allerdings nochmal eine andere Frage. Das klingt oft schöner als es ist. Mir gehts nicht vorrangig um die Kosten einer solchen Versicherung, sondern dass diese Angebote für meinen Lebensstil definitiv unpassend sind.

Entspannter mit weniger, aber den richtigen und passenden Dingen

Natürlich ist jede Lebenssituation anders und mein persönlicher Bedarf nicht vergleichbar mit dem Bedarf einer Familie mit 3 Kindern. Aber es zeigt sich für mich, dass ich einmal ohnehin in aller Regel die allerwichtigsten Dinge bei mir habe und im Bedarfsfall auch auf wichtige Daten digital zurückgreifen kann. Letztlich ist selbst mein minimalistischer Hausstand immer noch sehr großzügig. Wenn ich plötzlich nur noch die Hälfte der Dinge hätte, könnte ich immer noch komfortabel leben. Es ist nur wichtig, dass es dann auch die richtigen und passenden Dinge sind. Natürlich hoffe ich, dass mir in meinem Leben ein Totalverlust hoffentlich erspart bleibt. Aber selbst dann ist einfach, einfach einfacher. Mich aber ab und an doch nochmal nach den für mich wirklich wichtigen und richtigen Dingen zu fragen, lässt mich deutlich entspannter durch den Tag gehen.

Foto: Easton Oliver

 

Update 9.9.20: Ein Film der ARD zum Thema Versicherungen:

Update Dez. 22: Inzwischen habe ich eine Hausratversicherung mit Eigenbeteiligung für 35,98€ im Jahr. Das ist ein angemessenes Preis- und Leistungsverhältnis.

 

61 thoughts on “Welche Dinge sind wirklich wichtig?

  1. Ich habe auch schon überlegt, zumindest meine Hausratversicherung zu kündigen. (Ich habe einige große Möbel von Umzügen aus größere in meine jetzige Wohnung bei meinen Eltern -das Zeug ist ohnehin nicht versichert, wenn dem was passiert.) In meinem Kellerabteil wurde mal eingebrochen und Werkzeuge kamen weg. Konnte ich abschreiben, weil das nur so ein Lattenkellerabteil ist – das zahlt keine Versicherung, weil das zu leicht zum Einbrechen ist, habe ich erfahren. Mir ist allerdings einmal eine Waschmaschine ausgelaufen, da war ich heilfroh um die Versicherung, da so etwas ja auch die Bausubstanz angreift. (Der Bewohnter der Wohnung unter mir musste sein Bad neu streichen/tapezieren.) Und die Vermieterin kannte den Maler, der ihr den Kostenvoranschlag für den Schaden gemacht hat, die hat auf Kosten meiner Versicherung mal eben das ganze Treppenhaus neu machen lassen, obwohl das keinen Tropfen Wasser abbekommen hatte. (Hatte ich zwar der Versicherung gesagt, sie sollten mal einen Gutachter vorbeischicken, dass kann nicht sein – ist aber nie passiert. Sollte so etwas aber zu einem Streitfall werden und ich irgendwie nachweisen müssen, dass andere Schäden nicht von mir verursacht worden, möchte ich dass nicht allein tragen müssen, der Schaden war ja schon ein fünfstelliger. Plus Gerichtskosten…? Urks. Also bleibt Hausrat und Haftpflicht wohl, auch wenn ich da nichts wirklich von habe.

  2. Versicherungen sorgen bei mir mehr für Unruhe als das Küchenthema stelle ich fest. Es lässt sich aber auch leichter verdrängen. Man darf bloß nicht aus Angst irgend etwas abschließen. Die „Berater“ wollen viel verkaufen, das sollte klar sein.
    Ich denke Gabi braucht keine Hausratversicherung oder nur eine, die genau ihren Hausrat abdeckt . Aus Sicht der Versicherung ist sie dann unterversichert, weil dort nach Wohnfläche gerechnet wird.
    Alternativ würde ich das Geld für die Police sinnvoll ansparen, es sei denn ich würde mit 20 oder 40 Euro im Jahr Prämie davonkommen . Diese Schmerzgrenze ist sicher individuell.

    1. Bei vernünftigen, klaren Angeboten spricht nichts dagegen, aber das hat was von Stecknadel im Heuhaufen. Da die Hausratversicherung eh nur den eigenen Krempel absichern, dann wäre das Zeugs im Zweifel halt weg. Neu besorgen würde ich dann eh nur noch einen Bruchteil meines minimalistischen Haushalts. Also,sollte ich mal was zu furniturefree bloggen….???

        1. Ich bekomme Rücken, wenn es zu weich ist. Aber das ist wirklich sehr individuell.
          Davon abgesehen: Ernsthaft ohne Möbel: Nein, ginge ganz banal physisch bei mir schon nicht. Mein Multi-Sitzliegemöbel hat sich jetzt schon bewährt -würde ich als Möbel jederzeit wieder neu besorgen, ebenso irgendeinen Tisch.

    1. Was das wohl für Keller sind, die die da als Berechnungsbasis genommen haben? Bei den meisten Leuten ist der Keller doch eh nur die Vorstufe zum Recyclinghof.
      Bei mir steht da z.Z. nur eine Haushaltsleiter, 2 Besucherstühle (von denen ich mich eh frage, ob ich sie brauche) und ein bisschen Renovierkram. Wenn mir jemand dafür 15400€ bezahlt: Gerne!

    2. Zuerst dachte ich auch, man ist das viel! Aber wenn ich so überlege… Wir haben auch ne Heizungsanlage und Öltanks im Keller. Da kommt natürlich einiges zusammen wir in dem Artikel aufgeführt.

      1. Für Öltank usw. brauchst du eine spezielle Versicherung. Wenn das leck ist ?

        Die Hausratsversicherung trägt nicht nur der Hausrat, sondern mehr.

        Bei Überflutung im Keller drückt das Wasser aus der Kanilisation. Bäh!

        Der Keller ist auch voll. Sprudelkisten, Koffer, Einmach- und Marmeladengläser. Voräte , Putzmittel. Blumenerde, Dünger usw. Dekosachen. Autoreifen. Sekt, den ich vor 17 Jahren geschenkt bekam. Winterjacken, Winter- und Sportschuhe. Rucksäcke. Die Sachen von der Wohnung wie der Badspiegel oder Fliesen. Farbeimer vom letzten Streichen. Paar Umzugskartons.
        Was man so hat 🙂

        Das Minitrampolin paßt nicht mehr rein.

      2. Wißt ihr, wie die Häuser aussehen, in Überschwemmungsgebiete?

        Erdgeschoss leer und gefliest. Ab 1. Geschoß ist bewohnt. Kommt die Flut, werden die Autos auf den Berg gefahren. Alles in den Häuser nach oben gebracht. Dann heißt es pumpen, pumpen, pumpen. Die ganze Familie, auch auswärtige, hilft.

        Wieder eine markierung am Türsturz. Früher wurde Tabak angepflanzt.

        Ich lebe nicht direkt an einem Fluß. Die Kanilisationen werden schlecht gepflegt und läuft sofort über. Bei mir ist eine Regenrinne verstopft. Wer unten steht, bekommt eine Dusche ab.

  3. Ich habe meinen Vermietern zuliebe eine Hausratsversicherung abgeschlossen. Ich müsste nicht, wegen des guten Verhältnis und der sowieso sehr geringen Miete war das kein Problem.
    Wäre alles weg? Viel würde ich von der Versicheurng nicht bekommen. Sofa und Anlage? Die sind was wert. Das war es auch schon.
    Ja, sonst wäre vor allem Aufwand und natürlich Bekleidung wieder von Null besorgen ein Thema.

  4. Servus,

    für mich ist eine Hausratversicherung auch nicht sinnvoll, daher gekündigt. Wenn alles weg sein sollte, hätte ich ein paar tausend Euro Schaden, da ich nicht soviel Zeug und auch kein teures Zeug besitze. Ich versichere nichts mehr, was ich nicht selbst durch mein Vermögen jederzeit stemmen kann.

    Gruß
    Fuse

    1. Haftpflicht hast Du aber oder ? Wenn der Postbote auf der Türschwelle ausrutscht und gegen den eiserenen Schirmständer knallt ? Passiert nicht ? Ja, hoffentlich nicht. Und wenn ein Gast im Bad ausrutscht, weil da ein ungesicherter Vorleger lag, den nur Eingeweihte sicher betreten können, ist man auch dran. Denkbar ist Vieles.

      1. Zur Miete? Ist doch Sache des Vermieters. Ich hab die Stufe nicht gebaut. Ich merke, dass dieser Minimalismus auch mein Sicherheitsdenken rausschmeißt aus meinen Gedanken. Und das tut mir gut.

        1. Ich hatte keine Stufe im Hinterkopf , sondern einrn frisch gewischten nassen Flur in der Wohnung. Ich sehe schon : besser es passiert nicht, damit solche Fragen gar nicht erst hochkommen.

          1. Das von Dir genannte Beispiel, Thorsten, ist meines Wissens kein Fall für die Hausrat- sondern für die Haftpflichtversicherung. Die sollte mMn jeder haben. Hausrat braucht es nicht zwingend. Wir haben zwar eine (ich hatte lustigerweise 2 Tage vor Deinem Artikel, Gabi, überlegt, ob ich sie kündige). Die kostet aber „nur“ 40€ im Jahr. Deshalb bleibt sie (erstmal) auf Wunsch des Liebsten.

  5. Wenn es eine Eigentumswohnung ist, ja. Jedoch das ist eine Mietwohnung. Wasserschäden oder Brand, Vandalismus , viele haben Geschirrspülmaschine oder Waschmaschine. Elektrogeräte. Prüf unbedingt, was welche Versicherung trägt. Persönliches kann nicht ohne sein. Kleidung, Bett, Küchenausstattung usw. Du kriegst den aktuellen Zeitwert, aber wenn plötzlich ohne da stehst?

    Ferner habe ich Geräte von der Firma zur Verfügung gestellt bekommen, wie Smartphone, Bildschirm, Notebook, Tastatur usw. Ferner persönliche Daten und Zugriff auf Daten der Firma. Ich geh zwar Verantwortungsvoll um, doch der Schaden kann immens sein.

    Prüf auch unbedingt die Wohnungstür. Ist sie eine Außentür, ist der Mieter verantwortlich. Bei einem Einbruch, schwind das erneuern müssen? Da ist mein ehemaliger Nachbar böse reingefallen.

    1. Hallo,

      ich hatte auch jahrelang eine Hausratversicherung, wg. Wasserschäden etc. Mir wurde dann gesagt, dass diese Dinge die Haftpflicht in der Mietwohnung übernimmt. Die eigene Waschmaschine eher nicht, aber Schäden an der Wohnung.

      Gruß
      Fuse

  6. Zweimal wurde mein Keller geflutet. Der Fernseher. Das war geil! Das zweite Mal war der Keller leer. Wenn was drin stände, würde ich es jetzt immer hoch stellen. Und einmal mein Wohnzimmer. Die Sekunde, wo du checkst, dieses irre schöne Plätschergeräusch, wasserfallartig, toller Sommerregen ist nicht draußen. Das ist i n deiner Wohnung. Die Waschmaschine, da stand ich daneben. Lasse sie nur bei Anwesenheit laufen. Kurzprogramm. 30 min. Ich hab keine Hausrat. Weiß, was du meinst. Was würde ich wirklich erneuern von meiner Besitzliste? 2/3? Schade wäre es um mein Ikea PS Sofa. Das gibt es nicht mehr in neu. Du kriegst ja nicht den Neuwert erstattet von deinen Dingen. Sondern den Wert deiner Waschmaschine heute. Lohnt sich bei mir nicht. Ich bin zu faul. Aber sinnvoll wäre alles einmal Wichtige kopieren und bei einer Freundin lagern und umgekehrt. Verlasst euch nicht auf einen Stick. Meiner ist hinüber.

    1. Du hast ja echt einen erfrischenden, minimalistischen Humor. Genau solche Versicherungsdetails sind es, die man einfach für sich überprüfen muss: Lohnt es, ja oder nein? Meine Holzpodeste gäbe es auch nicht mehr, sowas wäre dann eh hinüber.

      Wichtiger als die Dinge finde ich für mich auch wichtige Daten und Unterlagen. Sind diese weg, kann es sehr aufwändig sein, diese neu zu organisieren. Nur auf USB-Stick verlasse ich mich da auch nicht. Da habe ich immer zwei und zwar unterschiedliche von unterschiedlichen Herstellern. Wobei mir noch nie eine Festplatte von PC oder Tablet kaputt gegangen ist, aber schon mehrmals eine externe Wechselfestplatte. Deshalb habe ich solche Teile nicht mehr. Ganz praktisch und physisch einige Kopien außerhalb der Wohnung zu lagern, ist auch eine gute Idee.

    2. Die Frage, was man wirklich ersetzen würde, ist ja nicht neu. Aber es ist schon gut, sich diese Frage ab und an mal zu stellen – bemerke ich gerade. Da habe ich so vieles minimalisiert in den zurückliegenden Jahren, habe im Vergleich zu anderen Menschen auch tatsächlich eher wenig Dinge. Und so wirklich etwas zum Minimalisieren habe ich die letzten Monate auch nichts gefunden. Aber bei der Überlegung, was ich ersetzen würde, komme ich dann doch nochmal zu einem ganz anderen Ergebnis. Ich werde jetzt nicht alles mögliche Zeugs nochmal aus meiner Wohnung hinaus befördern, aber die wenigen Dinge sind letztlich immer noch viel. Mit der Hälfte bis 2/3 käme ich auch ganz locker klar.

      1. Meine Waschmaschine steht unten. Auch die TG ist unter der STraße. Viele haben ihre TK-Truhe. Bei starken Regen kann das Wasser aus der Kanialition hochdrücken. Das ist also nicht nur sauberes Regenwasser.

        Ich hab oft erlebt, daß die TG schwamm. Der Waschraum neben an trocken, auch gegenüber die Kellerverschläge. Doch da ist die Luft feucht.

        Vorsicht auch bei Kellerwohnungen. Der Vater einer Freundin konnte seine Freunde nur noch tot rausziehen. Keller ist nicht ohne!

        1. Gegen das Hochdrücken kann man Maßnahmen ergreifen. Extrasperren, um genau das zu verhindern. Haben viele Häuser nur nicht.

          1. Und wenn es sie gibt müssen sie vom Besitzer mit Protokoll gewartet werden. Fehlt das Protokoll zahlt die Versicherung nicht , steht so im Internet.

      2. Manche raten ein Bankschließfach.

        Mit Dokumenten bin ich auch nachlässig. Ich kam ins Grübeln, als ich mit 40 die Rentenunterlagen prüfte und fehlende nachreichte. 1 Jahr fehlte, das war zu spät. Meine Schulische Ausbildung gabs noch die Schule. Kopie von Personalausweis und Abschlußzeugnis, schon erstellten sie mir den Beleg. Puh!

        Dokumente allgemein. Vieles ist in irgendwelchen Behörden hinterlegt. Die Renten bei der Rentendings. Der Führerschein beim Landratsamt. usw. Das wichtigste Dokument ist: Geburtsurkunde oder Personalausweis.

        Bei meiner Familie ich war erstaunt, wielange Dokumente hinterlegt waren. Oft noch vor dem Krieg. Da hatten wir Glück. Vieles wurde unwiderruflich zerstört. Melderegister hatten viele Länder erst seit den 40-iger Jahre. Es ist selbstverständlich. Jedoch vieles verjährt sich auch. 10 Jahre hebt das Arbeitsamt die Unterlagen auf, nicht länger. Ärzte auch. Was wäre wenn die Schule oben nach 20 Jahren aufgelöst wurde?

        Dann ich oft: weg ist weg! Ich steh dann da!

        1. Beispiel: Du möchtest deinen Ehepartner die deutsche Staatbürgerschaft ermöglichen. Das geht u .a nach bestimmten Anzahl Ehejahre usw., und dein dt. Partner muss 2 Generationen nachweisen, daß sie deutsch sind und auch entsprechend hier lebten. Wenn deine Eltern das nicht sagen können, schwierig.

          Ein Großvater von mir ist Ende 19. Jahrhunderts geboren. Die Mutter weiß ich nicht. Die anderen Großeltern Anfang letztes Jahrhunderts. Wie würde ich das anstellen wollen?

        2. Dieser Dokumentenkram, den meine ich, den ich ziemlich nervtötend finde. Im geklärten Rentenversicherungskonto sind aber alle Sachen drin, auch die Ausbildungszeiten, evtl. Arbeitsamtszeiten. Rentenversicherungsverlauf, Zeugnisse und Co. habe ich daher eingescannt. Das entspannt.
          Mir haben sie vor ein paar Jahren mal das Portomonaie gestohlen und ich musste diverse Papiere bei der Stadt neu besorgen. Geht auch, habe jetzt die kleine Führerscheinkarte und nicht mehr den alten, grauen Führerscheinlappen anno 1979.
          Falls mal die Waschmaschine hinüber ist, kann ich entweder Freunde fragen oder den Waschsalon in der Nähe nutzen. Irgendwelche Möbel bekommt man im Zweifelsfall locker gebraucht und die meiste Zeit meines Lebens habe ich mit einer höher gestellten Billig-Baumarktspüle und Kochplatten prima gelebt. Meine kleine 45l – Kühlbox reicht mir ebf. Solche Dinge sind für mich wirklich zweitrangig.

          1. Es geht nicht unbedingt um die Möbel. Ich hab keinen Waschsalaon in der Nähe. Eine kaputte Waschmaschine wär für mich ein Supergau.

      3. Das finde ich ist auch beim Ausmisten die richtige Frage: Würde ich es ersetzen, wenn es weg wäre? Es ist manchmal erstaunlich was dabei herauskommt !

    3. Tanja, meine Versicherung ersetzt den Neuwert. Vielleicht gibt es da unterschiedliche Policen, aber dann würde ich wechseln. Die Versicherung kann nicht sagen, die Waschmaschine ist 5 Jahre alt und nur noch 50Euro wert, dafür bekomme ich keine Maschine. Habe ich die Rechnung der Waschmaschine bekomme ich genau diesen Betrag und kann eine neue kaufen. Vermutlich muss ich dann wegen der Preissteigerungen noch etwas drauflegen , aber egal. Beim Fahrraddiebstahl genauso. Meiner Frau würde das Rad gestohlen. Wir bekamen den Neuwert laut Rechnung.

  7. Hallo Gabi!
    In einer Wohnung kann man mit überschaubarem Inhalt auf eine Haushaltsversicherung vermutlich gut verzichten. Die Wohnung selber ist über die Gebäudeversicherung auf jeden Fall versichert, das bezahlt man mit den Betriebskosten mit.
    Wenn man selbst Besitzer eines Hauses ist, dann sieht die Sache schon anders aus. Weil da ist man selbst für die Versicherung vom Gebäude zuständig. Und meist bekommt man dann auch gleich eine Bündelversicherung, wo Gebäude und Hausrat gemeinsam versichert sind.
    Ich persönlich finde das nicht nur praktisch sondern musste davon schon mehrmals Gebrauch machen. Es gab mehrmals Schäden am Dach (durch Unwetter), teilweise SEHR kostspielig, und Wasser im Keller hatte ich auch bereits mehrmals. Leider auch einmal durch meine Waschmaschine. Aber da hat es mir auch nichts genutzt, dass ich zu Hause war. Der Keller war im Nu unter Wasser.
    Ich will damit nicht sagen, dass jeder eine Versicherung braucht. Das hängt sicher von den persönlichen Umständen ab. Als ich jung war und in einer kleinen Wohnung zu Miete gewohnt habe, hatte ich auch keine Versicherung.
    Ich denke wichtig ist, dass man sich ganz genau überlegt – so wie du es gemacht hast und uns hier zeigst – was einem am Herzen liegt und ob man im Ernstfall in der Lage ist alles selbst zu ersetzen.
    Wenn die finanzielle Situation angespannt ist beispielsweise zahlt es sich möglicherweise aus, eine kleine Versicherung abzuschließen. Hat man finanzielle Reserven ist es vielleicht unbedingt nötig.
    lg, Maria

    1. Bei einem Haus ist die Lage wirklich eine komplett andere. Gebäudeversicherung und Hausrat zusammen zu legen, ist dann bestimmt auch praktisch eine gute Lösung. Man muss nur wirklich aufpassen wie ein Luchs, um nicht die falsche Lösung zu bezahlen. Ich lese z.B. auch immer den kleingedruckten Kram und hatte aber den Teil, dass im Brandfall max. 5% der Versicherungssumme erstattet werden, nicht im Blick. Das wären bei mir 1365€ für alles. Für die Summe brauche ich echt keine Versicherung für meine kleine Wohnung. Ich habe das Glück, das die Waschmaschine im Bad steht, der Fußboden dort etwas tiefer liegt und die Waschmaschine einen Auslaufschutz bzw. Wasserstop hat. Persönliche Dinge, die hinüber wären, wären das kleinere Problem. Eine Haftplicht ist mir dabei als Mieterin in einem Mehrfamilienhaus dann wichtiger.

    2. Gebäudeversicherung ist Erdbeben wichtig. Hier ist ein Erdbebengebiet.

      Es ist so eine Milchmädchenrechnung. Kauf doch Eigentum, spar die Miete. Aber du zahlst viel mehr! Auch Regenwasserabgabe und so nettes.

      Ich hatte meiner Mutter geholfen, als mein Vater starb, alles bis auf Versicherung und Rente auf sie umzuschreiben. Da gingen mir die Augen auf und über. Miete ist ganz anders als Eigentum.

  8. Welche Dinge sind wirklich wichtig? Für mich ist die Frage übrigens ganz leicht zu beantworten: Die Menschen. Alles andere ist für mich ersetzbar oder eben vergangen. Ich bin unsentimental. Alles ist vergänglich. Dass meine Mutter hortet kann ich verstehen, weil ich ihre Geschichte kenne, aber interessanterweise hortet nur sie, nicht die Generation, die selbst den Krieg und seine Nachwehen miterlebt hat.
    Es gibt Dinge, die ich in meinem Alltag gerne habe, aber wenn sie geklaut werden, dann ist das halt so. Ich brauche immer ein oder zwei Notizbücher, ich würde nie ohne Fahrrad leben, ich mag es auch ein paar Bücher zu besitzen, und sie als Begleiter im Schrank stehen zu haben. Sehr ausgewählte Bücher, in die ich auch wieder und wieder reingucke.
    Ich kann mir auch trotz Haus, welches noch der Bank und uns gehört ;), nicht vorstellen, hier auf immer zu wohnen.

    1. Mir gehts letztlich genauso. Dinge sind ersetzbar, da ist eher die praktische Frage, wie das im Bedarfsfall konkret funktionieren kann. Du hast ja wirklich ein sehr entspanntes Verhältnis zu deinen Besitztümern. Die meisten Menschen hängen am eigenen Haus, was ich wirklich sehr gut nachvollziehen kann. Aber so lange es noch nicht abbezahlt ist, gehört das Teil ja immer noch der Bank.

  9. Bei einem Totalschaden ist der Verlust einerseits materiell, monetär und erst dann erlebt Mann und Frau den teilweisen sehr emotionalen persönlichen Verlust, an Dingen die nicht wieder gekauft werden können. Je nach Hobbies, Beruf, Familienstand, Kindern, Grosskindern, Haustieren sind Dinge im Umfeld, die Zeitgeist, Erinnerungen, Herzensliebe verkörpern. Persönliche langjährige Musikinstrumente, eigene jahrelange geschaffene Bilder und Plastiken, selbst kreierte Handarbeiten, gesponnene, gewebte Textilien, durchaus Gebrauchstextilien, geschneiderte Kleider, etc. das sind so Dinge die Identität, Atmosphäre vermitteln. Klar sind auch Fotos, Familienalben von Kindern, Eltern, ja Grosseltern, Klassenfotos etc. unersetzlich.
    Ja, da merkt der Mensch als Wesen, dass an den „Dingwesen“ noch Erinnerungen haften, die meist erst wenn diese nicht mehr einem begleiten, diese fehlen. Das tönt jetzt sicher sentimental doch diese Empfindungen werden viele spüren. Nun die Zeit kommt, wo jeder sich trennen wird, freiwillig, bei Reduktion in eine Alterswohnung etc. oder wenn der Tod sich meldet. Künstler und auch Lebenskünstler umgeben sich, und wirken gerne bis zum Hinübergehen in die nächste Seinsphase mit ihren Hobbies oder Berufungen und so leben sie meist erfüllt im Tun.
    Versicherungen können NUR den monetären Verlust beschränken, da sollte jeder eine Liste und Kosten erstellen, was da gebraucht wird und abgedeckt werden soll, doch der emotionale Wert gewisser Dindwesen sollte jeder in der Gegenwart sich bewusst sein und sich bewusst daran freuen, wenn die Dinge gebraucht, bespielt werden.

    1. Was ich bislang so mitbekommen habe, scheint dieser emotionale Verlust auch am schwierigsten zu bewältigen zu sein, deutlich schwieriger als der finanzielle. Ich kenne Menschen, die sich komplett neu möblieren mussten und denen dies mit unter 1000€ komplett und sehr geschmackvoll gelungen ist (für die gesamte Familie), aber Erinnerungsstücke bringt das nicht wieder. Mir haben Fotos gut geholfen. Als ich mal beim besten Willen den von meinem Vater gebauten Küchenschrank nicht mehr unterbringen konnte, habe ich als Erinnerung ein Foto gemacht. Das Foto habe ich nach über 10 Jahren bis heute, was bei mir schon Seltenheitswert hat.

    2. Mich hat Margareta Magnusson da sehr beeindruckt mit ihrem Deathcleaning – aufräumen vor dem Tod. In Schweden ist das wohl so üblich, um den Nachfahren im Todesfall nicht die Arbeit mit dem ganzen angesammelten Krempel aufzubürden. Mich hat da weniger ihr methodisches Vorgehen angesprochen, sondern vielmehr ihre Lebensfreude und die Erleichterung, ihre Dinge geordnet zu haben.

      1. Salü Gabi, das von Dir aufgeführte Verhalten von Margareta Magnusson ist ein herzliches Beispiel mit dem Sein aufzuräumen und loszulassen, in diesem Fall materiell. In vielen Büchern und Vorträgen von weisen Menschen, wird die Erkenntnis „Aufräumen“ im psychologischen zwischenmenschlichen Sinn gezeigt und als Ziel des Lebens empfohlen. Mit allen Menschen- , Tier- und Pflanzenwesen, ja auch mit Materie ehrlich, achtsam, gefühlvoll und friedsam umzugehen und Unbehagen, Konflikte nicht lange bestehen zu lassen. Kurz, so aufzuräumen, dass wenn morgen, das Wesen ICH nicht mehr auf der Welt ist, dass alles Leid mit Nächstenliebe, Vergebung und Zuversicht überstrahlt ist.
        Daran immer zu arbeiten, dass bereitet allseitig Freude und befreit. Vielleicht Thema „Minimalismus an Leid“. Lieben Dank für Deine Themenbeiträge, alles Gute.

    3. Für mich ein Grund mehr diese emotionalen Dinge loszuwerden. Ich bin schon fast alles los, z.b mein Musikinstrument, sehr sehr schwer.
      So wie hier jemand sich in ein (Studenten-)appartment zurücksehnte (ich auch !), wo man wenig Verantwortung und viel Platz draußen hat anstatt drinnen, so denke ich auch manchmal, eines Tages bist Du alt und ziehst aus und genau dann will ich gar nichts mehr groß tun müssen , es könnte idealerweise Vieles weg und würde die Entscheidung für das neue Domizil nicht beeinflussen. Fenster auf und alles raus damit ! Wenn man das kann, dann ist man frei.
      Manche leben mit Antiquitäten und wertvoller Kunst, nein das käme für mich nicht in Frage.

      1. Leichter leben, ja das auch für mich ein wichtiger Aspekt und richtig passen sollte das Zeugs. Ohne Verrenkungen auf Stühlen, Sofas, Sesseln, keinen krummen Rücken an der Küchenspüle. Und ohne, dass ich beim Lesen von irgendwelchen Versicherungsbedingungen fast eine Lupe brauche und trotzdem kurz vorm Gehirnkrampf stehe.

  10. Mein heimlicher Traum ist ja, dass unsere Bude abfackelt (natürlich niemand zu Schaden kommt!!), wir draußen mit Koffer und Katze stehen und den Flammen zusehen. Neustart.

    1. Die minimalistisch spannende Frage wäre hierbei: Was genau wäre in dem Koffer, was du vom alten ins neue Leben retten würdest?

      1. Gabi, das kann ich dir sagen : Katzenfutter für eine Woche, Näpfe und die Liebilingsdecke der Katze.

  11. Die Hausratversicherung ist auch etwas, worüber ich mir seit längerem Gedanken mache. Ich besitze erst eine seit mein Mann und ich in unserem Haus wohnen. Vorher hätte sich das bei mir nicht gelohnt. Ich traue mich aber auch nicht sie zu kündigen, weil – wie du schon sagtest Gabi – bei Feuer zB komplett alles ersetzt werden müsste (auch wenn man nicht viel braucht, kommt einiges zusammen). Vor allem gehören Hausrat und Wohngebäude oftmals irgendwie zusammen. ZB muss man aufpassen, wenn man dafür zwei unterschiedliche Versicherer hat. Die schieben sich dann gerne die Zuständigkeiten hin und her (Beispiel Einbauküche)
    Ich denke wir behalten sie. Falls wir irgendwann mal anders wohnen sollten (wer weiß wie das Leben spielt) wurde ich wohl keine mehr haben…

    1. Bei einem Haus finde ich das auch nochmal nachvollziehbarer, als bei einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung. Nervtötend sind diese endlosen, tausenderlei Details. Dies ist versichert, jenes nicht, hier eine Besonderheit, da fehlt was, usw.. Vermutlich hat das System – den Kunden verwirren. Es klingt schön, aber die Versicherung muss im Leistungsfall nicht so viel bezahlen.

  12. Wenn die Waschmaschine oder die Spüle ausläuft und das Parkett hinüber ist, dann ist das Parkett für den Mieter kein Fall für den Hausrat, sondern ein Fall für die private Haftpflicht.
    Wenn man da im Netz für Schäden in der Wohnung sucht, dann findet man Hausratversicherung, Gebäudeversicherung einträglich nebeneinander, ne nachdem, ob das geschädigte Hut beweglich war oder nicht. Und eben die Haftpflicht für fremdes Eigentum, wenn jemand eine Kerze anzündet und dann einkaufen geht und die Wohnung abfackelt oder das Parkett im Wasser untergeht. Und es gibt Überschneidungen, bei uns ist auch Wasserschaden durch Aquarium mit enthalten gewesen, aber eben nicht, wenn der Waschmaschinenscnlauch aufplatzt oder der Geschirrspüler unten undicht wird (ist uns schon passiert).
    Da ich nicht beraten kann und will würde ich sagen , Haftpflicht preiswert einkaufen, Hausrat optional. Das eingesparte Geld für eine Hausratversicherung könnte man irgendwo ansparen und dann im Schadensfall das Teil selbst ersetzen. Wir müssen derzeit derzeit 180€ Hausratversicherung zahlen. Vandalismus und Diebstal stehen ganz oben , Feuer eher weniger.
    Was würde passieren wenn jemand im Drogenrausch einbricht und über alle deine Möbel Farbe verkleckert, sodass du alles neu kaufen musst ? Das wäre der Wert, den man der Versicherungsprämie entgegen halten muss. Bei uns sind auch die Fahrräder mit drin, wird eins geklaut bekommen wir es ersetzt, auch nicht zu verachten.

    1. Ja, Haftpflichtversicherung finde ich da deutlich wichtiger, da man in der Hausratversicherung vereinfacht gesagt, ja „nur“ den persönlichen Kram versichert. Deine Überlegung, was man im Bedarfsfall alles an persönlichem Kram ersetzen und neu kaufen müsste (aus welchem Grund auch immer), dass sind genau solche Dinge. Mein persönlicher Paragraph 1 ist: Die Waschmaschine in der Wohnung nur laufen lassen, wenn ich Zuhause bin. Und von nicht genutzten techn. Geräten: Stecker raus bzw. Steckerleiste ausschalten.

      1. Das mit dem Paragraph 1 funktioniert bei uns – berufstätigen Eltern plus Kind tatsächlich schon nicht mehr. Habe ich früher genauso gemacht. Jetzt komme ich manchmal nicht anders hin, als dass ich die Waschmaschine vorprogrammiere und sie gerade fertig ist, wenn ich heim komme.

        Ich träume immer von einem Parallelleben – also, grundsätzlich hoffe ich, dass mein Mann und ich gemeinsam alt werden; ABER: ich träume immer von einem eigenen kleinen Reich, ohne diesen ganzen Kram der anderen Beiden (Mann und Sohn). Wobei die überhaupt nicht viel besitzen, und wir dank vieler kleiner Zimmer, sogar eigene Rückzugsorte im Haus haben. Ich teile mir ein Meditations/Yogazimmer mit unserem Kleiderschrank. Das Zimmer ist ca. 6 bis 8 qm groß und außer dem Schrank passt da nicht viel rein.
        Und in diesem Reich, da wäre auch nicht viel. Das wäre so wie als Studentin, wo ich auf wirklich kleinem Raum gelebt habe. Eine kleine Mietwohnung für mich, oder ein Tinyhouse (allerdings winterfest).
        Für uns als Eigentümer und als Familie ist das mit der Hausrat einfach einfacher, als sie nicht zu haben. Ebenso wie Haftpflicht, Wohngebäude und Risikolebensversicherung (wobei wir mit letzterer nur den Hauskauf abgesichert haben, kann auch schlau sein, mehr abzusichern, weiß man erst hinterher).

        1. Hat man Kinder, vervielfältigen sich die Dinge. Das lässt sich denke ich, nicht ganz vermeiden. Minimalismus ist ja auch eine Entscheidung, die man für sich selbst trifft und anderen Menschen nicht mal eben aufdrücken kann (Bewusstes Konsumieren ist da sicher nochmal was anderes). Die eigenen Rückzugsräume sind natürlich richtig klasse.

          Ein entscheidender Zeitpunkt ist, wenn die Kinder mal endgültig auf eigenen Beinen stehen und ausgezogen sind. Dann hat man so lange in dem Haus gelebt, dass ein Umzug für die meisten Menschen schwer wird. Genau dann wäre es aber wichtig, sich mal irgendwann Gedanken zu machen, ob das Haus und die damit verbundene Arbeit wirklich noch passt und dauerhaft zu bewältigen ist.

          1. Wir haben dafür schon Alternativen im Kopf, aber es hängt so viel davon ab wann und vielleicht wohin die Kinder ausziehen. Vielleicht in 10 oder 15 überlegenswert.

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